Solothurn

Vom Sturmtief Burglind zum Chemieunfall in Horriwil: Die Stützpunktfeuerwehr blickt auf ein intensives Jahr zurück

Die Stützpunktfeuerwehr Solothurn präsentierte ihren Jahresrapport. Am selben Nachmittag folgte ausserdem die Hauptübung.

150 Mal musste die Stützpunktfeuerwehr Solothurn im letzten Jahr ausrücken. Fünf Einsätze waren in Feldbrunnen. Der Zehnjahresdurchschnitt liegt bei 178 Einsätzen. Nach 2011 mit 2442 Stunden Einsatz, war 2018 mit 1902 Stunden das Zweithöchste. Der Jahresrapport der Feuerwehr Stadt Solothurn fand erstmals in der Halle statt, in der normalerweise die 15 Einsatzfahrzeuge stehen. Kommandant Oberstleutnant Boris Anderegg blickte auf bewegte Zeiten zurück. Dem Rapport folgte, ebenfalls erstmals, direkt die Hauptübung, diesmal in Feldbrunnen.

Hilfe bei Stürmen oder bei einem Chemieunfall

Von den Einsätzen, welche auch gleich die Vielfalt der Feuerwehraufgaben darstellen, seien erwähnt: Sturmtief Burglind, Unterstützung der Brandbekämpfung mit Wassertransport Niederwiler-Stierenberg und der Chemieunfall in der Gemeinde Horriwil. Ein stark belastendes Ereignis war der Wohnungsbrand an der Wengistrasse.

Spitzenreiter beim Auslösen von Einsätzen sind nach wie vor Brandmeldeanlagen, wenn es auch «nur» noch 71 waren gegenüber von 88 im Vorjahr. Zu erwähnen ist auch der Brand in der Lagerhalle der Firma Glutz mit Einsatz des ganzen Korps, vor allem auch deshalb, weil gleichzeitig im Unteren Winkel ein Fahrzeugbrand ausbrach. Hier sprang die Feuerwehr Zuchwil ein, weil alle Mittel im Obach eingesetzt waren. Das zeigt, wie nützlich die Offiziers-Langzeitübungen mit den umliegenden Gemeinden sind.

Mehr Neueintritte, als Austritte

Die Feuerwehr Stadt Solothurn zählt rund 80 Männer und Frauen. Im Berichtszeitraum erfolgten neun Austritte, es konnten jedoch 14 Rekruten zu Soldaten ernannt werden. Befördert wurden: Andreas Jeker und Till Müller zum Gefreiten, Andreas Holzer, Daniel Leuenberger und Lucian Pasula zum Korporal, Jessica Bettführ, Matthias Blochwitz, André Flury und Sabrina Stuber zum Wachtmeister, Christian Wirz zum Feldweibel, Thomas Kaufmann zum Leutnant. Besonders geehrt wurde Wachmeister Patricia Nyffeler für ihre 15-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr. Die Angehörigen der Feuerwehr (AdF) absolvierten 138.5 Aus- und Weiterbildungskurstage.

Die Feuerwehr hat ihren Namen vom Element Feuer. Was aber ist mit den anderen klassischen drei? Das wurde in der Hauptübung in Feldbrunnen vorgestellt: Im Wald mit dem Beseitigen von Hindernissen (Erde), an der Aare mit dem Wasserfassen und im Dorfinnern mit Fahrzeugen und Leitern (Luft).

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