Sportlerehrung

Viel Geld wird von den Solothurner Sportvereinen verschmäht

Im Schloss Waldegg erhielten die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler ihre Auszeichnungen

Im Schloss Waldegg erhielten die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler ihre Auszeichnungen

Die Stadt Solothurn zeichnete am Mittwoch ihre besten Sportlerinnen und Sportler sowie verdiente Funktionäre aus. Wie Stadtpräsident Kurt Fluri ausführte, beanspruchen die Vereine längst nicht alles Geld, das im Topf ist.

Sportförderung führt zum Erfolg, und so nutzte Stadtpräsident Kurt Fluri «seine» Sportlerehrung, um zu zeigen, was Solothurn für seinen Sportnachwuchs tut. «Wir haben das Budget für Vereins- und Jugendförderung innert weniger Jahre um 200 000 Franken angehoben», betonte er – doch müssten die Vereine dafür sorgen, dass die Wirkung «nicht verpufft.»

Denn von der Unterstützung der anlassbezogenen Sportförderung sind in Vorjahr nur 1880 Franken abgeholt worden, von 100 000 Franken für die Jugendsportförderung 54 000 Franken und von den ebenfalls 100 000 Franken für Vereine mit J+S-Kursen wurden ebenfalls nur deren 37 000 beansprucht.

Trotzdem habe die Stadt insgesamt 2,7 Mio. für den Sport ausgegeben, betonte Fluri, der zudem darlegte, warum man weiterhin keine städtische Sportfachstelle einrichten möchte. «Wir sollten so lange wie möglich am Milizsystem festhalten.» Und: «Ich bin der Meinung, dass wir das Geld für die Sportförderung der Sportvereine einsetzen sollten und nicht für eine Sportverwaltung.»

Die eigentliche Festrede hielt mit Peter Jeker der Träger des kantonalen Kunstpreises 2013. Er zog gekonnt Parallelen vom Sport zur berühmten Szene mit dem weissen Clown, der Pflichtgefühl, Disziplin und Strenge verkörpert, und dem dummen August, der für das spielerisch Kreative steht. Bode Miller oder Lionel Messi etwa seien für ihn dumme Augusts, die mit ihrer spielerischen Risikobereitschaft für Exploits sorgten, die begeistern. Im Sport – wie übrigens auch in der Kunst – brauche es beide. Im Sport stehe der weisse Clown für die immer wiederkehrenden Trainingseinheiten, die Pflicht, der dumme August dagegen für das Leichte, Unbeschwerte der Kür.

Diplome für spezielle Leistungen

Zum 25. Mal durfte Sportkommissionspräsident Alexander Rudolf von Rohr die Auszeichnungsdiplome überreichen. Eisstockschütze Fredy Weyermann gehen zu Hause wohl allmählich die Wandflächen aus, konnte er doch inzwischen seine 35. oder 36. Ehrenurkunde abholen.

Speziell ausgezeichnet wurden einige «Granden» des Solothurners Sports, die sich als ehemalige Aktive später für den Nachwuchs engagiert haben. So die Ex-Handballer Rolf Kohler und Jakob Gfeller für 25 Jahre im Dienst des Schulsports und Peter Probst für 30 Jahre als Präsident der Solothurner Kajakfahrer. Nicht im Auszeichnungsreglement vorgesehen ist eigentlich das Durchschwimmen der Meerenge von Gibraltar. Dennoch erhielt Romano Mombelli für diese famose Leistung ebenfalls ein Diplom.

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