Nachhaltiger Ressourcenverbrauch bei grösstmöglicher Lebensqualität – das ist das Ziel der «2000-Watt-Region Solothurn» und der Initianten der vor 15 Jahren von der ETH initiierten Vision der 2000-Watt-Gesellschaft. Um dieses erreichen zu können, bauen die Visionäre auf Ideen, Erfahrungen und Fähigkeiten von Politikern, Gemeindevertretern, Institutionen und der Energiewirtschaft.

An diese richtete sich auch die Einladung zum Zukunfts-Workshop der «2000-Watt-Region Solothurn» unter dem Titel «Solothurn im Wandel». Zur Freude der Veranstalter folgten dem Aufruf zahlreiche Interessierte aus den verschiedenen Tätigkeitsgebieten. Im Hinblick auf mögliche gemeinsame Projekte sollten Synergie- und Kooperationspotenziale erkannt und in einer zukünftigen Plattform gebündelt werden. Die Rede war von gemeinschaftlichen Treffen und Veranstaltungen sowie internetbasierten Foren.

Vorbild «Weit- und Breitsicht»

Auf das Inputreferat von Patrick Bussmann von der lokalen Stelle für nachhaltige Entwicklung «Weit- und Breitsicht GmbH» folgte die Vorstellung der Vernetzungsplattform «Basel im Wandel» durch Reto Mettauer. Diese setzt sich bereits seit einiger Zeit für den Austausch von Informationen und Ressourcen ein und dient als Vorbild für das Solothurner Projekt.
Im Anschluss an die Eröffnung bildeten sich vier Gruppen.

Es kam zu lebhaften Diskussionen zu zukunftweisenden Themen wie Mobilität, Energie, Ernährung und Wohnen. Die Gruppenarbeit ermöglichte es den Teilnehmenden, die Themen von verschiedenen Gesichtspunkten aus anzugehen, was zu interessanten Resultaten führte. Im Rötisaal der Jugendherberge wurde schliesslich rasch klar, dass sich die Antworten glichen und bei demografischen Veränderungen, Ressourcenknappheit, Klimawandel sowie der Energiewende Vernetzungen und Querdenken nötig sind.

Noch fehlt eine Plattform

Gedanken machten sich die engagierten Teilnehmer zu neuen Wohnformen wie zum Beispiel bezahlbare Wohnräume für Senioren und im Gegenzug die Belebung der frei gewordenen Einfamilienhäuser durch junge Familien. Diskutiert wurde über Gemeinschaftsgärten, die Nahrungsmittelverschwendung, überdimensionierte Lebensmittelverpackungen, das Wiederaufleben von Dorfläden, gesunden Take-aways, fehlende Velowege in verschiedenen Gemeinden und «die Absenkung der Treibhausgasemissionen über allem», wie sich die Organisatoren ausdrückten.

Wie aber nun weiter? Ziel sei es, die am Workshop zusammen getragenen Erkenntnisse in die Strategie und künftige Entwicklung der Plattform «Solothurn im Wandel» einfliessen zu lassen, hielt Kantonsrätin Doris Häfliger, im Namen der «2000-Watt-Gesellschaft» fest. Zur Zeit arbeiteten verschiedene Gruppierungen an diesen spannenden und zukunftsweisenden Themen. «Was bis jetzt fehlt, ist eine Plattform, die dieses Wissen vernetzt und Synergien schafft.»