Die Vereinigung Pro Vorstadt wurde 2008 ins Leben gerufen und wird von einem Vorstand bestehend aus Martin Tschumi (Präsident), Thomas Schärer, Ursula Steiner und Ursula Tschanz geleitet. In diesen vier Jahren wurden wesentliche Schritte hinsichtlich eines gemeinschaftlichen Denkens und Vorgehens getan. Die Kommunikation unter den 130 Mitgliedern der Vereinigung ist gut und gemeinsam werden Kontakte zu anderen Organisationen wie der Stadtvereinigung Solothurn gepflegt.

Renovations-Boom

Ausgehend von einem im Jahre 2009 durchgeführten Workshop wird versucht, das Potenzial, das dieser Stadtteil unzweifelhaft besitzt, nach Möglichkeit auszuschöpfen. In erster Linie gilt es, die Mitsprache in den kantonalen und städtischen Planungsvorhaben zu sichern. «Ziel der Vereinigung Pro Vorstadt ist es, Steine ins Rollen zu bringen. Das läuft ganz gut.» Gerne würde die Vereinigung im Event-Bereich aktiver, aber das sei sehr aufwendig und für die ehrenamtlich tätigen Mitglieder kaum machbar. Immerhin konnten zwei gute Sachen realisiert werden, nämlich der wöchentliche Buechibärger Märet auf dem Rossmarktplatz und der Wiehnachtsmäret im Kreuzackerpark.

Nach der Schliessung der Wengibrücke für den privaten motorisierten Verkehr hat ein Boom an Renovationen bei den Häusern der Berntorstrasse eingesetzt. Tschumi gab zu jedem einzelnen Haus entsprechende Informationen.

Priorität Strassenführung

Seit der Eröffnung der Westumfahrung 2008 fahren täglich 20000 bis 25000 Fahrzeuge weniger durch die Vorstadt. Dafür hat der Velo- und Fussgängerverkehr erheblich zugenommen. Deshalb wird für den öffentlichen Raum die Strassenführung erste Priorität. Im Bereich Dornacherplatz bis Rossmarktplatz soll die jetzige Strasse auf zwei Spuren verengt werden. Dafür sind die Trottoirs zu verbreitern. Das hat auch zur Folge, dass der historische Teil der Vorstadt aufgewertet wird.

Die Kreuzung Berntorstrasse, Unterer und Oberer Winkel soll den Charakter eines Platzes bekommen und so besser an die Altstadt nördlich der Aare angebunden werden. Ausgehend von der positiven Entwicklung durch das Perron 1 und die Neugestaltung von Bahnhof und Bahnhofplatz sieht Tschumi auch südlich des Dornacherplatzes ein grosses Entwicklungspotenzial.

Zwar sei der für 2011 geplante Südpark bis jetzt nicht realisiert worden, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Tschumi sieht darin auch den Grund, dass es beim schwierig zu nutzenden Dornacherplatz vorläufig beim Status quo bleibt. Neue Impulse dürfte auch der Bau des neuen Berufsschulhauses und der Umbau des Rosengartens geben. «Wichtig ist, dass der Coop noch in der Vorstadt ist.» Nachdem nun der Kreuzackerplatz Ost fertiggestellt ist, könnte nun die Neugestaltung des Westteiles in Angriff genommen werden, wobei dort die Grünflächen bestimmend sein dürften. Ebenfalls ist ein Spielplatz im Bereich hinter der Hafebar angedacht.