Eigenheimmesse
«Verdichteter Bauen» - dies gilt auch für die kommende Eigenheimmesse

Am 28. Februar startet in Solothurn zum siebten Mal die Eigenheimmesse. Die Messe kommt jedoch in diesem Jahr in einer etwas verdichteteren Form, da das Messegelände kleiner wurde, aber die Stände grösser geworden sind.

Andreas Kaufmann
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Unter Monika und Benno Krämer bestreitet die «Eigenheim» das keineswegs verflixte siebte Jahr.

Unter Monika und Benno Krämer bestreitet die «Eigenheim» das keineswegs verflixte siebte Jahr.

Andreas Kaufmann

«Das war Petrus’ letzte Schneelieferung», ist Benno Krämer vollends überzeugt – und Monika Krämer hofft darauf, dass ihr Mann recht hat. Denn damit bis zum Start der Eigenheim-Messe am 28. Februar die Zelte stehen, sind die beiden Messeveranstalter auf eine reibungslose Vorbereitungsphase und auf günstige Witterung angewiesen. Doch Benno Krämer ist im Vorfeld der siebten Durchführung der «Eigenheim» auch sonst zuversichtlich: «Das siebte Jahr wird kein verflixtes siebtes Jahr.»

160 Aussteller rund ums «Häusle baue» werden vier Tage lang ihre Dienstleistungen und Produkte vorstellen: Von der Finanzierung, über die Planung bis zur Umsetzung, vom Fundament bis zum Dach und von der Photovoltaik bis zur Haustechnik ist das ganze Spektrum vertreten, das dem Namen der Messe Rechnung trägt. «Diesmal wird sie in verdichteter Form daherkommen», kündigt Krämer an. Mit 6000 Quadratmetern in fünf Hallen und einem Aussengelände ist die Messe heuer leicht kleiner als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig sind einzelne Stände grösser geworden. «Wir sind bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht; und mussten zudem die Zirkulationswege verengen.» Die Nachfrage spreche auch für den guten Kontakt, den man zwischen Messeleitung und Aussteller pflege: «Schliesslich muss ja ein Gartenbau-Spezialist über vier Tage einiges an Personal aufbieten für die Messepräsenz», sagt Krämer dankbar.

Für die Messe günstige Faktoren

Dass aber Bauen sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher ein nach wie vor aktuelles Thema ist, zeigen politische und wirtschaftliche Entwicklungen. «Die Märkte sind stabil – trotz angekündigten Hypozins-Erhöhungen», analysiert Krämer. Hinzu kommt das brandaktuelle Thema des verdichteten Bauens, das auch an der «Eigenheim» beschäftigen wird: So finden sich bei einzelnen Ausstellern auch Reihen-, Terrassen oder Mehrfamilienhäuser im Angebotsfächer. Und neben Neubauvorhaben seien auch Sanierungen aktuell: «Rund 70 Prozent der bestehenden Wohnbauten sind 30-jährig oder älter.»

Mit der Energiestrategie 2015 werden zudem auch Themen wie energieeffiziente Sanierung angeregt: Abermals wird das Info- und Beratungszentrum «Energieeffizientes Bauen und Modernisieren» Teil der Messe sein. Die Halle der «Grünen Oase», die sich jeweils thematisch an der Gartenbaubranche ausrichtet, wurde für 2013 verkleinert und auf dieselbe Strassenseite geholt wie das CIS selbst. Heuer widmet sich die «Grüne Oase» hauptsächlich mit sogenannten Solitär- und Formgehölzen, den grösseren «Artgenossen» des Bonsais. Holz ist auch Thema der Sonderschau von Prix Lignum, in der prämierte Holzbauten vorgestellt werden.

Für ein spezifisches Publikum

Auch in diesem Jahr wollen Krämers auf die Erfolgsrezepte der vergangenen Jahre zurückgreifen: «Der breite Branchenmix ermöglicht es, dass man mit einem konkreten Projekt unter dem Arm an einem Abend fünf Firmen kennenlernen kann.» Damit deutet er auch an, an welches Zielpublikum sich die Messe richtet: nämlich an rund erwartete 7000 Besucher, die Hausbesitzer sind oder es noch werden wollen. Weiter setzt man bei der Eigenheim-Messe auf den geografischen Mix: Rund die Hälfte stamme aus der Region, «und die meisten überregionalen Aussteller haben Vertretungen hier», ergänzt Monika Krämer.

Neben Altbewährtem blickt Benno Krämer aber auch voraus: «Mit den Gedanken bin ich schon beim Zehnjährigen», sagt er, weiss aber, dass bis dahin noch einiges an Weiterentwicklung nötig ist: «Grössenmässig her sind wir am Anschlag und wollen dennoch wachsen, quantitativ wie qualitativ.» Am Herzen liegt ihm daher auch die Zusammenarbeit mit den Pächtern der Sporthallen. «Es ist wichtig, auf eine messegerechte Infrastruktur hinzuarbeiten», findet Krämer und spricht damit Elektroinstallationen, Wasseranschlüsse sowie weitere technische Notwendigkeiten an. «Wir müssen alljährlich ein provisorisches Kraftwerk zur Stromversorgung einrichten.» Nach wie vor bleibe das CIS aber «die beste Lösung».