«Zusammengefasst haben mehr als 88 Prozent der Aussteller gegenüber dem Vorjahr gleich gut oder besser gearbeitet.» Dies eine von etlichen positiven Rückmeldungen, welche das OK durch insgesamt 239 Feedbacks von den Ständen erhalten hat. «Wir sind auf einem hohen Niveau angelangt», meint denn auch HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner. «Der enge Kontakt zu unseren Ausstellern zahlt sich aus» – so hätten der Spaghetti-Plausch am Montagabend und der gestrige Sonntagsbrunch eine Rekordbeteiligung von Standinhabern gebracht «und uns ein kleines Vermögen gekostet. Aber das zahlt sich aus.»

Was mit weiteren Zahlen bestätigt wird: 185 Aussteller beurteilen die diesjährigen Messe-Ergebnisse als besser oder gleichwertig gegenüber dem Vorjahr, lediglich 25 waren damals zufriedener. Nur gerade sechs Aussteller hätten sich mit dem HESO-Verlauf unzufrieden gezeigt. «Und 98 Prozent hatten einen guten bis sehr guten Eindruck von der HESO 2018», stellt das OK weiter fest.

Der Faktor Wetter

«Ja, das Wetter ist immer ein Faktor. So war es zwei Tage lang sehr heiss», räumt Urs Unterlerchner ein. Das führt jeweils bei gewissen Ausstellern zu Absatz-Problemen, «doch auch die meisten Weinhändler waren insgesamt zufrieden mit ihrem Geschäft.» Erstmals musste sich das OK jedoch in der Nacht vom Sonntag auf den Montag mit einem speziellen Phänomen auseinandersetzen: Sturm Fabienne rüttelte auch an der HESO. «Insgesamt hatten wir Glück. Aber es kam zu Sturmschäden, und wir mussten den ganzen Abend vor Ort sein», so Unterlerchner.

Auch die HESO 2018 war schon im Frühling ausverkauft gewesen, und der OK-Präsident dementiert klar, dass mehr Flächen für soziale und andere Institutionen zur Verfügung gestellt werden, um das Messe-Areal quasi «aufzufüllen». Gratis erhalten hätten ihre Standflächen nur die Stiftung Solodaris im Rahmen der Aktion «HESO zeigt Herz» sowie die Gastregion Brienz und die Partnerstadt Heilbronn, die aber als Gegenleistung Preise für den HESO-Publikumswettbewerb stellen mussten. «Ansonsten geben wir keine Rabatte – wir behandeln alle gleich!»

Schanze gesperrt

«Die Jungen sind unsere HESO-Gäste der Zukunft», ist sich Urs Unterlerchner bewusst. Dennoch musste das Messe-OK zuletzt eine drastische Massnahme treffen. «Am zweiten Freitagabend hatten wir Hundertschaften von Jugendlichen festgestellt, die sich auf der Schanze oben aufhielten und mitgebrachten Alkohol konsumierten. Daraufhin haben wir die Bastion ab 18 Uhr abgesperrt – am Bastionsweg wohnen nur drei Parteien, denen wir den Zugang zu ihren Liegenschaften ermöglichen können.»

Die Schanze soll auch künftig an der HESO eventuell schon am Nachmittag abgeriegelt werden – nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen. Ansonsten sei das Nachtleben im Schanzengraben recht reibungslos verlaufen, wobei die am Freitag schwächeren Frequenzen gegenüber dem Samstag aufgefallen seien. «Wir hatten nur eine Anwohner-Reklamation wegen Nachtlärm, die aber direkt an uns gelangt war und vom OK mit dem verantwortlichen Veranstalter geregelt werden konnte.

Sonderschau quo vadis?

Lorbeeren holte sich beim OK die aufwendig gestaltete Sonderschau «Kraftort Wald». Und Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger freute sich als Co-Organisator über regen Besuch. Die meisten Elemente der Sonderschau sollen erhalten bleiben, «und wir lagern sie erst einmal in unserem Forstwerkhof ein». Interesse bestehe vor allem am Holzturm, aber auch an anderen Objekten, und insbesondere die Laubbäume würden wieder ausgepflanzt.