Knapp zwei Wochen hat sich das Unschuldsweiss der frisch gestrichenen Unterführung bei der «Blauen Post» gehalten. In der Nacht auf Allerheiligen wüteten dort Vandalen mit der Spraydose und gaben – ohne dass die Werke die Bezeichnung Graffiti auch nur annähernd verdienen – ihre «Meinung» kund.

«Rache», «Suber schiisst aaa» und andere Botschaften prangen auf den Wänden, die von Freiwilligen unter Schirmherrschaft der Vereinigung Pro Vorstadt weiss gestrichen worden waren.

«Eine traurige Sache»

Auch die Schilder, die an den Aktionstag erinnern, blieben nicht unversehrt. «Eine traurige Sache», findet Martin Tschumi, Präsident Pro Vorstadt. «Dennoch lassen wir uns von Vandalen nicht beirren.» So will man den Verschmutzungen jeweils mit dem Farbkübel entgegenwirken – oder auf offene Augen der Passanten hoffen, die solche Vorfälle melden.

Ein Schutzlack steht zurzeit nicht zur Diskussion, da sei der Griff zum Pinsel noch unkomplizierter. In der nächsten Zeit werden auch der Boden und die Beleuchtung der Unterführung erneuert. Für den Frühling will man allenfalls Schulen für eine malerische Gestaltung der Wände involvieren. Vielleicht ein besserer «Schutz» als eine weisse Wand?