«Rencontre»
Ursina Lardi ist Ehrengast der 51. Solothurner Filmtage

Die 51. Solothurner Filmtage ehren die Bündner Film- und Theaterschauspielerin Ursina Lardi mit dem Spezialprogramm «Rencontre».

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Schauspielerin Ursina Lardi

Schauspielerin Ursina Lardi

zvg

Ursina Lardi gibt auf der Leinwand und auf der Bühne den unterschiedlichsten Frauenfiguren ein Gesicht. Ihre erste Kinohauptrolle spielte sie in Angela Schanelecs «Mein langsames Leben» (2001). In Michael Hanekes vielfach preisgekröntem Drama «Das weisse Band» (2009) gab sie eine reiche, aber unglückliche Baronin.

Für ihre Darstellung im Historiendrama «Lore» (2012) erhielt Ursina Lardi 2013 eine Nominierung für den Deutschen Schauspielerpreis in der Kategorie «Beste Nebendarstellerin». Im gleichen Jahr war sie im Ensemble-Drama «Traumland» (2013) von Petra Volpe zu sehen. Die Rolle der schwangeren Frau, die nur vordergründig ein glückliches Familienleben führt, brachte ihr 2014 den Schweizer Filmpreis als Beste Darstellerin ein. Zudem wirkt Ursina Lardi regelmässig in Fernsehfilmen mit.

«Ihre authentisches Spiel, ihre unverwechselbare Präsenz auf der Leinwand und nicht zuletzt die Kontinuität ihrer Arbeit machen Ursina Lardi zu einer faszinierenden Charakterdarstellerin», wird Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage, in einer Medienmitteilung zitiert. Die Filmtage seien stolz, Lardi eine Retrospektive zu widmen und dem Publikum «eine persönliche Begegnung mit einer der bedeutendsten Schweizer Schauspielerinnen zu ermöglichen.»

«Rencontre»

Das Programm «Rencontre», das zum 21. Mal durchgeführt wird, ehrt jährlich eine Persönlichkeit des Schweizer Films, zeigt ausgewählte Werke ihres Schaffens und ermöglicht dem Publikum, ihr in Solothurn zu begegnen.

Die bisherigen Ehregäste:

50. Solothurner Filmtage 2015: Jubiläum
49. Solothurner Filmtage 2014: Peter Liechti
48. Solothurner Filmtage 2013: Silvio Soldini
47. Solothurner Filmtage 2012: Marthe Keller
46. Solothurner Filmtage 2011: Ruth Waldburger
45. Solothurner Filmtage 2010: Niki Reiser
44. Solothurner Filmtage 2009: Léa Pool
43. Solothurner Filmtage 2008: Walo Lüönd
42. Solothurner Filmtage 2007: Renato Berta
41. Solothurner Filmtage 2006: Maximilian Schell
40. Solothurner Filmtage 2005: Bruno Ganz
39. Solothurner Filmtage 2004: Jean-Luc Bideau
38. Solothurner Filmtage 2003: Pio Corradi
37. Solothurner Filmtage 2002: Paul Riniker
36. Solothurner Filmtage 2001: T&C Film AG, Marcel Hoehn
35. Solothurner Filmtage 2000: Jacqueline Veuve
34. Solothurner Filmtage 1999: Alexander J. Seiler
33. Solothurner Filmtage 1998: Claude Goretta
32. Solothurner Filmtage 1997: Reni Mertens u. Walter Marti
31. Solothurner Filmtage 1996: Alain Tanner
27. Solothurner Filmtage 1992: Hommage Michel Soutter

Geboren wurde Ursina Lardi 1970 im bündnerischen Samedan. Zunächst wuchs sie in Poschiavo, später in Chur auf. Ab dem Alter von zehn Jahren wohnte sie in der deutschsprachigen Schweiz. Nach dem Lehrerseminar zog es sie nach Berlin, wo sie bis 1996 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch studierte.

Es folgten zahlreiche Engagements am Theater, unter anderem an der Berliner Schaubühne, wo sie seit der Spielzeit 2012/13 zum festen Ensemble gehört. Derzeit ist sie in «Die Ehe der Maria Braun» und «Die kleinen Füchse», beide in der Regie von Thomas Ostermeier, und «Ödipus der Tyrann» (Regie: Romeo Castellucci) auf der Bühne zu sehen. Sie bereitet zudem mit dem Schweizer Regisseur Milo Rau einen Soloabend für Januar 2016 vor.

Ursina Lardi wird an den 51. Solothurner Filmtagen persönlich anwesend sein, eine Auswahl ihrer Filme vorstellen und vor Ort über ihre langjährige Karriere im In- und Ausland berichten. (mgt)

Die 51. Solothurner Filmtage finden vom 21. bis 28. Januar 2016 statt.

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