Sportvereine
Urs Unterlechner ist der neue Präsident der Vereinigung für Sport

Die Vereinigung für Sport Stadt und Region Solothurn erhält mit Urs Unterlechner einen neuen Präsidenten. «Ich stelle mich für dieses Amt zur Verfügung, weil in der Stadt dem Sport nicht die Bedeutung zukommt, die er haben sollte», sagt dieser.

Pius Rüegger
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Der neue Präsident: Urs Unterlechner.

Der neue Präsident: Urs Unterlechner.

Hanspeter Bärtschi

Urs Unterlerchner wurde an der fünften Delegiertenversammlung mit Akklamation zum neuen Präsidenten der Vereinigung für Sport Stadt und Region Solothurn (VSS-SO) gewählt.

Der 34-jährige Präsident der städtischen FDP, Gemeinderat und jetzt Kantonsrat sowie Vorsitzender der HESO-Geschäftsleitung, tritt die Nachfolge von Hansruedi Schnyder (TV Solothurn-Handball) an und gehört aktuell keinem Sportverein an.

Aufgrund einer Statutenänderung wurde der Vorstand um Salome Burki (Triathlon-Club), Marlene Müller (Basketball-Club) und Larissa Lendl, die die Geschäftsstelle von Peter Hauser (SC Blustavia) übernimmt, erweitert. Neu aufgenommen wurden der Basketball-Club, der Pontonier-Sportverein, der Triathlon-Club sowie der Breitensport für Behinderte. Die Vereinigung zählt neu 28 Mitglieder.

Keine Sportfachstelle

Hansruedi Schnyder ging in seinem letzten Rückblick und nach 55-jähriger Tätigkeit in Vereinen, kommunaler und kantonaler Politik auf die Geschäfte im letzten Jahr ein. Entgegen dem Antrag der VSS-SO konnte die Gewinnausschüttung aus dem Public Viewing der Fussball-EM 2008 endgültig, aber nur auf bürokratische Weise erledigt werden.

Im September musste Schnyder zur Kenntnis nehmen, dass für die Stadt das Errichten einer Sportfachstelle nicht infrage komme, weil der Aufwand für sie zu gross wäre. Hingegen sei vorgesehen, der Schuldirektion mehr Aufgaben im Bereich Sport zu übertragen.

Im Rahmen der Sanierung der Fussballplätze im Mittleren Brühl erkannte die VSS-SO, dass eine Sportstättenplanung fehle. Sie teilte der Sportkommission ihre Bereitschaft mit, bei der Abklärung der Bedürfnisse und der Gestaltung der Sportanlagen mitzuwirken. «Unsere Vereinigung ist keine Konkurrenz zur Sportkommission, sondern will als Vermittlerin zwischen den Vereinen die nicht optimale Zusammenarbeit verbessern», ergänzte der scheidende Präsident.

In diesem Sinne sei auch die Wahl des neuen Präsidenten zu verstehen. «Ich stelle mich für dieses Amt zur Verfügung, weil in der Stadt dem Sport nicht die Bedeutung zukommt, die er haben sollte - die Kultur hat absolute Priorität», sagte Unterlerchner. «Die Politik ist zu wenig nahe am Sport und ich möchte beitragen zu verbessern, was nicht funktioniert», ergänzte der politisch wie wirtschaftlich Vernetzte. Und: «Meine Bewerbung darf nicht als Konkurrenz zur Sportkommission herüberkommen», schloss Unterlerchner. Als neuer Präsident zeigte er auf, den Sport besser in die Legislaturziele des Gemeinderates einzubinden.

Der neue Chef im CIS-Sportcenter

Eingeladen hatte zur Versammlung der Fechtclub, der auch mit einer Junioren-Fechtdemonstration aufwartete. Vor elf Vereinen mit 27 Delegiertenstimmen stellte Rainer Gilg als Inhaber und Geschäftsführer der BPM Sports GmbH die Pächterin des CIS-Sportcenters vor. Der Ex-Schwimmer des Schwimmclubs Uster betreibt mit 15 Mitarbeitenden Sportanlagen, unterstützt Sportorganisationen und organisiert Sportanlässe.

Seit eineinhalb Jahren ist er für den Betrieb in Solothurn verantwortlich. Dazu gehören Sanierungen, der Ausbau von Kapazitäten im Hallentennis sowie die Erweiterung mit einem Sporthotel analog zum Sportzentrum Zuchwil.

Im Sommer soll der Beachsport gefördert werden. Dazu wird eine Überführung in eine Stiftung «Sportzentrum Solothurn» als Trägerschaft im nächsten Halbjahr vorbereitet. Der Vereinssport soll mit einem Entlastungsangebot in der Administration strukturell gestärkt werden.