Ferienpass
Untersuchen, nähen und Glace essen: Spannender Einblick in eine Tierarztpraxis

Nicht nur Katzen, Hunde und Kaninchen finden den Weg in die Kleintierpraxis in der Altstadt, sondern dieses Jahr auch elf neugierige Kids des Ferienpasses Solothurn.

Yvonne Aregger
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Besuch der Kleintierpraxis Altstadt vom Ferienpass Solothurn.
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 Die Kinder zeigten grosses Interesse.
 Die Kinder zeigten grosses Interesse.
 Besuch der Kleintierpraxis Altstadt vom Ferienpass Solothurn.
Ferienpass Solothurn – Besuch bei Tierärztin Andrea Blaser
 Sogar den Herzschlag der Tiere durfte man abhören.
 Auf Filz konnten «Wunden» genäht werden.
 Die Kinder brachte bereits viel Wissen mit.
 Die Teilnehmer durften der Untersuchung eines Hundes beiwohnen.
 Die Teilnehmer durften der Untersuchung eines Hundes beiwohnen.
 Die Kinder brachte bereits viel Wissen mit.
 Die Teilnehmer durften der Untersuchung eines Hundes beiwohnen.
 Die Kinder brachte bereits viel Wissen mit.
 Besuch der Kleintierpraxis Altstadt vom Ferienpass Solothurn.

Besuch der Kleintierpraxis Altstadt vom Ferienpass Solothurn.

Yvonne Aregger

Eine bunt gemischte Gruppe von Kindern steht vor der Tür der Kleintierpraxis Altstadt. Eines haben alle gemeinsam: Sie mögen Tiere sehr. Die Tierärztin Andrea Blaser begrüsst die elfköpfige Ferienpass-Gruppe freundlich und führt sie zu ihrem Arbeitsplatz.

Der Kurs beginnt mit einer kleinen Führung durch die Praxis. Überall erklärt Blaser den Kids, was wie funktioniert und wofür die zahlreichen Zimmer verwendet werden. «Hier sind verschiedene Modelle», erklärt die Tierärztin im Sprechstundezimmer. «Wer weiss, was das ist?», fragt Blaser und zeigt auf ein Modellorgan. «Ein Herz», weiss eines der Kinder. Auch ein Hundegebiss und -skelett können bestaunt werden. Die Kinder sind sehr neugierig und wissen viel. «Ich bringe immer meine Katzen hier zum Tierarzt», erklärt Nora. Das merkt man auch: Sie kann fast alle Fragen der Tierärztin beantworten.

Ein gebrochenes Vogelbein

Weiter geht’s vom Sprechzimmer in einen nächsten Raum. «Wer weiss, wie dieses Zimmer heisst?» «Operationssaal», rufen einige. «Das stimmt, hier werden zu Beispiel Kaninchen kastriert», erklärt Blaser. Im nächsten Zimmer ist es ganz still. In einer Box schläft eine Katze. «Hier tut man die noch schlafenden Tiere rein», weiss Nora. Blaser erzählt. «Das Büsi ist aus dem Fenster gefallen und wegen den Schmerzen irgendwo liegen geblieben. Deshalb ist es jetzt dehydriert und muss mit einer Infusion aufgepäppelt werden. Aber schon bald ist es wieder auf den Beinen.»

Nachdem auch der Röntgen- und der Futterraum bestaunt wurden, geht es ans tierärztliche Arbeiten. Zuerst werden Röntgenbilder betrachtet und die Kids müssen erraten, was darauf zu sehen ist. «Was fällt euch bei diesem Röntgenbild auf?», fragt Blaser. Greta weiss es: «Das rechte Vogelbein hat einen Knick.» – «Genau, dieser Vogel hatte ein gebrochenes Bein.»

Wunden nähen wie die Profis

Nun wird Kaya, der Hund einer Mitarbeiterin in der Praxis, untersucht. Schliesslich gehört auch das zur Arbeit eines Tierarztes. «Wir können die Ohren von Kaya untersuchen.» Die Kinder schauen interessiert zu, Kaya ist nicht gerade hell begeistert von ihrer Probandenrolle, aber sie lässt die Untersuchung geduldig zu. «Und was macht man damit?», fragt Blaser und zeigt auf das Stethoskop. «Den Herzschlag hören.» Das wissen fast alle.

Zum Schluss werden noch Kayas Zähne kontrolliert. Jana mag Hunde besonders gern, erklärt sie. «Ich will, wenn ich gross bin, einen Deutschen Schäferhund haben», erklärt Nora. Ein wichtiges Thema in einer Kleintierpraxis sind natürlich auch Parasiten. Die Kinder dürfen unter dem Mikroskop eine Zecke und einen Floh betrachten. «Die sind gruselig», finden die meisten. Nina meint: «Ich finde Zecken schlimmer als Flöhe, Flöhe hüpfen wenigstens nur rum, Zecken beissen aber.»

Wer will Tierarzt werden?

Die nächste Aufgabe, die den jungen Tierärzten bevorsteht, ist das Wundennähen. «Passt auf mit der Nadel, das ist eine, wie auch Ärzte sie verwenden», warnt Blaser. Die Kinder nähen mit Operationswerkzeug, Nadel und Faden einen Schnitt in einem Stück Filz. Das braucht Konzentration und Energie. «Jetzt habt ihr eine Glace verdient.» Während die Erfrischung genüsslich verzehrt wird, fragt die Tierärztin: «Wer von euch will denn einmal Tierärztin werden?» Einige Hände werden aufgestreckt. Es scheint, als müsste sich die Tierarztpraxis keine Sorgen wegen fehlenden Nachwuchses machen.

Zum Abschluss gibts noch ein Quiz übers Gelernte. Einen Preis bekommen alle, haben sie doch die Aufgaben eines Tierarztes mit Bravour gemeistert. Kaya wird ein letztes Mal gestreichelt, dann ist es Zeit, nach Hause zu gehen. Die Kinder sind glücklich, als sie die Praxis verlassen. Sie haben viel Neues gelernt und Spannendes erfahren.