Ab heute Freitag wird Solothurn regelrecht von «Jaycees» erobert: So nämlich nennen sich Mitglieder der Jungen Wirtschaftskammer Schweiz, die mit ihrem Nationalkongress Conako bis Sonntag mit einer Vielzahl an Trainings, Workshops, Besichtigungen und anderen Veranstaltungen die Barockstadt in Beschlag nimmt.

Rund 900 Teilnehmer – Jaycees und ihre Familien – reisen aus diesem Grund nach Solothurn. Dass der Nationalkongress hier stattfindet, geht letztlich auf die letztjährige Bewerbung zurück, zu welcher der damalige Nationalpräsident die rund 30 Jaycees der Solothurner Sektionsorganisation ermutigt hatte.

Statutarischer Hauptpunkt der Veranstaltung ist die Generalversammlung, bei der der neue Vorstand der Jungen Wirtschaftskammer Schweiz gewählt wird.

Solothurnisches für die Gäste

Unter Conako-Präsident Christian Unger hat sich das Organisationskomitee mit Philippe Arnet (Vize), Antonio Pepe (Finanzen), Daniel Uebelhart (Kommunikation), Georg Kaufmann (Infrastruktur), Nicole Röthlisberger (Gastro/Hotel) Franziska Beutler (Programm) und Ramona Angelini (Geschäftsstelle) auf den Grossanlass, der im Kongresszentrum Reithalle seine Anlaufstelle hat, intensiv vorbereitet.

Der JCI-Nationalkongress findet in Solothurn statt. Christian Unger, OK-Präsident von Conako, im Interview

Christian Unger, OK-Präsident von Conako, im Interview

Neben diversen Trainings, Workshops und Referaten für Führungskräfte werden den Jaycees auch Einblicke ins hiesige Gewerbe geboten.

In der Reithalle können sich die einzelnen Sektionen im Sinne einer kleinen Ausstellung präsentieren. Ein Rahmenprogramm für die Angehörigen ist ebenfalls Bestandteil des Conako. So werden die Kinder zwischen sechs bis zwölf Jahren von der Pfadi Solothurn betreut.

Rund 1000 Mannstunden Arbeit rechnet Georg Kaufmann als Bauchef für den Auf- und Abbau des Kongresszentrums, wobei man aber auf noch bestehende HESO-Zelte zurückgreifen konnte. «Allein vom OK haben wir ein Budget von über einer halben Million Franken», verdeutlicht Christian Unger den nötigen Aufwand.

«Wenn man rechnet, dass die Jaycees hier auch noch Geld ausgeben und Hotelübernachtungen buchen, gibt das einen stattlichen Betrag an Wertschöpfung.» Konkret generiert der Conako damit rund 450 Logiernächte in der ganzen Region, 350 davon allein in der Stadt.