Es herrscht viel Betrieb auf dem Schulhausplatz des Hermesbühl Schulhauses. Nach einem Referat zum Thema «Gemeinsam Essen» folgt zuerst ein kleiner Imbiss, dann aber schon bald das Kinderkonzert mit Simu Fankhauser und Tom Gissler. Die Freude über deren Auftritt ist gross. Danach ergreift Irène Schori, die Schuldirektorin der Stadtschulen, das Wort. Es werden acht Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter der Tagesschule geehrt, die bereits zehn Jahre mit dabei sind, also so lange, wie es die Tagesschule gibt. Nach ein paar abschliessenden Liedern durch Fankhauser und Gissler folgen zwei weitere Referate zum Thema «Tagesschule der Zukunft» und «Ganztagesschulen», dazwischen gibt es jeweils etwas zu knabbern.

Alle sind zufrieden

In vier von fünf Schulen der Stadt Solothurn sind Tagesschulen eingerichtet. Schori, die Schuldirektorin der Stadtschulen, zieht eine positive Bilanz: «Generell sind unsere Schulen durch die Tagesschulen vielfältiger geworden und es können Synergien genutzt werden.»

Die Tagesschule startete 2008 mit gut 100 Kindern, heute sind es gut 230. Wie Umfrageergebnisse bei Eltern, Kindern und Betreuerinnen und Betreuern zeigen, ist die Tageschule eine sehr beliebte Einrichtung. «Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Kinder in der Tagesschule wohl, gut aufgehoben und verstanden fühlen», erklärt Schori. Auch vonseiten der Eltern und der Betreuerinnen und Betreuer sei die Resonanz auf die Tagesschule sehr gut. «Die Eltern haben Vertrauen in unsere Einrichtung und die Betreuenden fühlen sich bei ihrer Arbeit wohl.»

Obligatorische Tagesschule?

Wie die Zukunft der Tagesschule aussehe, könne man noch nicht mit Bestimmtheit sagen, jedoch verweist Schori auf ein Pilotprojekt aus Zürich. Es sei der erste Versuch einer obligatorischen Ganztagesschule. «Die höhere Aufenthaltsquote in der Tagesschule bräuchte es, damit diese auch pädagogisch wirksam sein kann.» In naher Zukunft bleibt die Tagesschule aber so, wie sie ist.