Die Herausforderungen für Schuldirektorin Irène Schori und ihren Mitarbeiterstab liegen auf der Hand: Stetig steigende Schülerzahlen und Grossprojekte an den städtischen Schulbauten. Mit dem Instrument der jährlichen Schulenplanung sollen diese Herausforderungen angegangen werden.

Am Dienstag hiess der Gemeinderat das Planungspapier 2017/18 einstimmig gut und vertiefte sich dabei auch in die einzelnen Schwerpunkte des Traktandums. Ebenfalls sprach sich der Rat für die Wiedereröffnung eines zusätzlichen Kindergartens voraussichtlich in der Wassergasse und für eine fünfte Primarklasse im «Hermesbühl» aus. So zeichnet sich in den Quartieren Vorstadt, Hermesbühl und Fegetz eine Schülerzunahme ab, ebenso ein markanter Anstieg an Kindergartenkindern. Es dürften mittelfristig weitere Klasseneröffnungen auf Primarstufe nötig sein.

Nutzen der Talentförderklasse

«Es ist schwierig, mit soviel Unbekannten zielsicher zu planen», würdigte Susanne Asperger (FDP) die Arbeit der Schuldirektion. Erstaunt zeigt sich die Fraktion, dass fast ein Drittel der Stadtschüler einer speziellen Förderung bedarf. Schori begründete den Anteil damit, dass der Massnahmenkatalog verschiedene Förderformen beinhalte. Ebenso hinterfragte die FDP, weshalb die städtisch lancierte Talentförderklasse, in der zurzeit nur ein einziger Stadtschüler sei, nicht vom Kanton geführt werde. Dieses Thema, so Schori, sei zu einem späteren Zeitpunkt für den Gemeinderat traktandiert.

«Unsere Schule wächst, was zu begrüssen ist», äussert sich seitens SP Franziska Roth zur Schulenplanung. Guter Unterricht sei nicht vom Quartier, vielmehr aber von der Klassengrösse, der Durchmischung und dem guten Personal abhängig. «Die Planung zeigt, dass das Kindeswohl im Zentrum steht», so Roth. Erfreut zeigt sie sich auch darüber, dass 64 Prozent aller Kindergartenkinder vorher eine Kindertagesstätte oder Spielgruppe besuchten. «Das kann noch gesteigert werden, indem man in gewissen Quartieren Aufklärungsarbeit betreibt.»

Auch die CVP/GLP-Fraktion lobte die Arbeit der Schuldirektion. «Die Klassengrösse ist mit 20,3 Schülern in der Primarschule sehr gut», befand Barbara Streit-Kofmel. Mit den grossen Klassenbeständen im Kindergarten sei auch ausgewiesen, dass die Wiedereröffnung des eines Kindergartens nötig sei. Ebenso lobte sie die Erschliessung der Tagesschule am Standort Fegetz für 2017.

Dafür machte ihr der Mangel an Fachkräften in der schulischen Heilpädagogik Sorgen. «Dem wirkt der Kanton mit entsprechenden Studiengängen entgegen», informierte dazu Irène Schori. Roberto Conti (SVP) verwies auf die «stattliche Zahl von 10 Prozent an Kindern», die durch die Eltern später eingeschult werden. «Dies zeigt, welche Probleme HarmoS mit sich bringt.» Die Grünen ihrerseits nahmen von der Schulenplanung zustimmend Kenntnis.