«Vielleicht schreiben wir an diesem Wochenende ein Stück Geschichte.» Die 14-jährige Angela ist überzeugt von ihrer Arbeit. Während eines Quartals hat sie mit ihrer Klasse das Jugendfilmfestival organisiert. Heute wird sie gemeinsam mit zwei Mitschülern den Eröffnungsfilm Wallay moderieren.

Morgen wird das «Palace», die Heimat des Jugendfilmfestivals, seine Türen für alle jungen und jung gebliebenen Besucher offen haben. «Mir schwebte schon lange ein Festival für Junge von jungen Leuten organisiert vor», erklärt Romana von Gunten die Idee dahinter.

Schulklasse organisiert mit

Mit der B18b, einer Klasse der Stadtschulen Solothurn, hat die junge Kinobetreiberin Verbündete für ihr Projekt gefunden. Von den Moderationen bis zur Organisation der Workshops, der Werbung sowie dem Gestalten des Posters war die Klasse involviert. «Es ist toll, wenn wir gemeinsam einen Film auf der grossen Leinwand schauen können, statt zu Hause alleine auf einem kleinen Bildschirm», sagt Ana, die zum Moderationsteam des Eröffnungsfilms gehört. Während ihr grosser Einsatz heute vorbei sein wird, werden ihre Freunde aus der Klasse am Samstag gefordert sein. Zusätzlich zu zwei Filmvorstellungen finden dazwischen von 12 bis 15 Uhr verschiedene Workshops zum Thema Kino statt.

Filmworkshops

Die Themen der Workshops haben die Jugendlichen selbst ausgewählt und umgesetzt. Es wird zwei Greenscreen-Stände haben, an denen die Besucher vor einem grünen Hintergrund in verschiedene Filmkulissen oder Poster versetzt werden. Bei den Stop-Motion Workshops können Legofiguren oder Bauklötze zum Leben erweckt werden. Es gibt auch ein Glücksrad, das die Filmkids, Mitarbeiter einer Filmschule für Kinder und Jugendliche, führen werden und wo viele tolle Preise zu gewinnen sind.

Hoffen auf Eigendynamik

Romana von Guntens Idee eines Jugendfilmfestivals ist allerdings nicht neu. Zoomz, ein Festival für Kinder- und Jugendfilm, führt solche Anlässe seit fünf Jahren in der Stadt Luzern durch. Diese Synergien wurden für die Umsetzung im Standort Solothurn genutzt, was der Grund für das grosse Zoomz Logo auf den Plakaten und Flyer des Jugendfilmfestivals ist.

«Ich hoffe, es entwickelt sich eine Eigendynamik unter den Jugendlichen, sodass sie dem Filmfestival einen eigenen Stempel aufdrücken können», wünscht sich Romana von Gunten. Für die meisten Jugendlichen aus der B18b ist klar, sie wären nächstes Jahr gerne wieder dabei. «Es war toll, die Chance zu bekommen, so ein grosses Projekt umsetzen zu dürfen», sagt Fatbardha.

Und wer weiss, möglicherweise hat Angela recht, wenn sie ihre Zukunftsprognose wie folgt weiterspinnt: «Unsere Klasse wird vielleicht ein wenig berühmt.»