Für einmal war der Gemeinderatssaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Hinter den Ratsmitgliedern nahm am Dienstagabend eine zahlmässig ebenso grosse Vertretung an Eltern Platz, die der behandelten Schulenplanung - genauer: einem Punkt darin - kritisch bis ablehnend gegenüberstand. Stein des Anstosses: Wegen anstehender Platzprobleme in den Schulhäusern Fegetz und Vorstadt und gleichzeitiger Unterbesetzung im «Hermesbühl» und «Brühl» sollten die fünften und sechsten Klassen der Schulen neu formiert und auf Leerbestände verteilt werden.

Förderzentren als «einzige Lösung»

Dabei sei die Gelegenheit einer möglichen sozialen Durchmischung  zu packen. Eine pädagogische sowie eine politische, aus Gemeinderäten bestehende Arbeitsgruppe seien bei der Variantenausarbeitung unabhängig auf diese einzige Lösung der «Förderzentren» gekommen, betonte Schuldirektorin Irène Schori.

Heftig wurden die Pro- und Kontraargumente im Rat gegeneinander abgewogen, doch letztlich obsiegte der Rückweisungsantrag. 24 hiessen diesen gut, 6 stimmten für die «Förderzentren».

Zurück auf Feld eins

Uneinigkeit bestand lediglich innerhalb der FDP und CVP. Nun muss eine neue politische Arbeitsgruppe aus den Fraktionen gebildet werden - zurück auf Feld eins. Angesichts der Debatte um die Raumprobleme der Primarschule muteten die Dankesworte der Fraktionen für die restliche Schulplanung fast wie ein Trostpflaster an. Dennoch lobte der Rat, wie die Schuldirektion die «HarmoS»-Umsetzung auf Kindergarten-Stufe an die Hand genommen habe. Ausserdem stiess die Lancierung einer sportlichen Talentförderklasse Sek I durchs Parteienspektrum hindurch auf Zustimmung.