Solothurn
Umgezogen, renoviert, bald eröffnet: Drei Läden erleben verschiedene Veränderungen

Drei Läden in der Stadt Solothurn, drei Veränderungen: Der Weltladen ist umgezogen, die Stadt-Chäsi ist renoviert und ein Blumenladen kommt in die Vorstadt.

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Es kommt zu einigen Veränderungen in der Stadt Solothurn. (Archivbild)

Es kommt zu einigen Veränderungen in der Stadt Solothurn. (Archivbild)

Ldu

Weltladen: «Wir sind sehr glücklich mit dem neuen Standort»

Der Weltladen zieht von der Kreuzgasse 4...

Der Weltladen zieht von der Kreuzgasse 4...

zVg
an die Gerberngasse 11.

an die Gerberngasse 11.

zVg

Läden kommen und gehen, das ist in Solothurn nicht anders wie in anderen Städten. Zu den grossen Ausnahmen gehört in der Barockstadt der Weltladen. Seit 1977 gibt es ihn in Solothurn, zuerst an der Goldgasse, seit 1981 an der Kreuzgasse 4. Jetzt, nach knapp vierzig Jahren, steht erneut ein Umzug an. Dies weil das Restaurant Kreuz die Räumlichkeiten in naher Zukunft selber beansprucht und darum den Weltladen gebeten hat, sich eine neue Bleibe zu suchen. Eine Suche, die erfolgreich war.

Der Laden bleibt in der Altstadt, ist aber ab kommenden Samstag neu an der Gerberngasse 11 zu finden. Dort, wo bis vor kurzem der Weinladen Wysion war. «Wir sind sehr glücklich mit dem neuen Standort», sagt Marguerite Misteli, die im Vorstand des Weltladens mit dabei ist. Zwar sei das Ladenlokal etwas kleiner als vorher, «doch dafür haben wir ein viel grösseres Schaufenster, indem wir unsere Waren anpreisen können».

Der Weltladen verkauft Produkte aus armen Ländern und Randgebieten. «Unser langjähriges Motto ist ‹Fair zu Mensch und Umwelt›, deshalb sind die meisten Produkte auch bio», so Misteli. Die Ladenteammitglieder arbeiten ehrenamtlich und mit dem Verkaufsgewinn werden Entwicklungsprojekte unterstützt. (fvo)

Hinweis

Am kommenden Samstag, 17. Oktober, wird der Weltladen am neuen Standort mit einem Tag der offenen Tür, von 10 Uhr bis 15 Uhr, wiedereröffnet.

Stadt-Chäsi: «Für eine Renovation gibt es nie einen idealen Zeitpunkt»

Barbara Walter neben ihrer neuen Käsetheke.

Barbara Walter neben ihrer neuen Käsetheke.

Hanspeter Bärtschi

«Die Kasse ist neu, die Gestelle sind neu, die Kühltruhen sind neu und die Käsetheke ist neu», erklärt die Geschäftsleiterin Barbara Walter-Misteli strahlend. Sie steht in ihrem frisch renovierten Laden in der Gurzelngasse. Der Umbau wurde Ende September gemacht, und während zehn Tagen war die Chäsi geschlossen. «Für eine Renovation gibt es nie einen idealen Zeitpunkt», sagt Walter. Aber die Gerätschaften waren zum Teil über 30 Jahre alt gewesen und mussten ersetzt werden.

Walter hat das Geschäft diesen Juli von ihren jetzt pensionierten Eltern Marianne und Konrad Misteli übernommen. Für sie sei es wichtig gewesen, den Familienbetrieb mit den sieben Angestellten weiterzuführen. «Meine drei Kinder sind jetzt auch älter», meint Walter.

Nicht nur sie sind in letzter Zeit älter geworden, sondern auch die Geschäftsbedingungen haben sich gewandelt. Als diesen Sommer Coop Interesse an einer Liegenschaft gerade vis-à-vis von der Chäsi bekundet hatte, machte sich Walter schon Gedanken über die Zukunft der Chäsi. «Wir haben treue Kunden, die uns unterstützten», meint Walter. So fühlt sie sich für die Zukunft ihres Ladens gewappnet. Ihre Kundschaft pflegen, das macht sie mit Herzblut. Auch während des Lockdowns wollte sie mit ihnen in Kontakt bleiben und belieferte sie persönlich mit ihren Waren. Noch heute bietet sie diesen Hauslieferdienst an. (jfr)

Blumen Träume: «Die Blumen kommen erst zwei Tage vor der Eröffnung»

Selina Kunz verkauft in der Vorstadt bald Blumen.

Selina Kunz verkauft in der Vorstadt bald Blumen.

Hanspeter Bärtschi

Für Selina Kunz geht am 24. Oktober ein Kindheitstraum in Erfüllung: Sie wird ihren eigenen Blumenladen eröffnen. Und zwar an der Berntorstrasse 12 neben dem Kinderkleiderladen 5moms. Dass ihr Traum schon jetzt in Erfüllung geht, habe sie nicht gedacht.

Sie ist zwar erst 24 Jahre alt, hat in Niederbipp schon einen Blumenladen geführt. «Ja, ich weiss schon, was es heisst, einen Laden zu führen», erklärt sie. Doch sie ist froh, dass sie tatkräftig von verschiedenen Seiten unterstützt wird. So kann sie jederzeit für Rat in den Nachbarladen gehen. Und: «Meine Familie erbringt gerade eine Riesenleistung», so Kunz.

Ihre Eltern sowie ihr Bruder halfen ihr, den Laden neu zu gestalten. So sind die Wände neu gestrichen und der Boden neu gelegt. Über der zukünftigen Ladentheke hängt schon ein verspielter Kronleuchter aus Glas, einige Möbel sind schon da, aber noch keine Blumen. «Die Blumen kommen erst zwei Tage vor der Eröffnung», erklärt Kunz.

Die Blumen, die sie in ihrem Laden anbieten will, sollen möglichst lokal und saisonal sein. «Mit dieser Einstellung passe ich gut in die Vorstadt», meint Kunz lachend. Natürlich sei es im Winter schwierig, lokale Produkte zu verkaufen. «Dann werde ich vielleicht mehr Gestecke mit Kerzen verkaufen», meint sie pragmatisch. Ihre Kreationen will sie aber nicht nur in ihrem Laden anbieten, die kann man auch online bestellen. (jfr)