Eröffnung
Umbau für 14 Millionen abgeschlossen – neu geht Einkaufen im Manor Solothurn «auf allen Kanälen»

Manor hat sein Warenhaus an der Gurzelngasse für 14 Mio. Franken umgebaut und den heutigen Kundenbedürfnissen angepasst.

Wolfgang Wagmann
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Manor Solothurn umgebaut Der 11-monatige Umbau ist beendet: Insgesamt 400 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche wurden auf zwei Etagen geschaffen.
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Eröffnung Manor Solothurn Nov 19
 ... und von der grosszügig ausgebauten Parfümerie empfangen.
 «Lichtdurchflutete Räume und die Parkettböden wirken edel und schaffen ein tolles Einkaufserlebnis», sagt der Direktor des Warenhauses David Strube.
 Im Untergeschoss befinden sich neu die Herrenmode ...
 ... sowie Sport-und Spielwaren.
 «Wir haben jetzt Umkleidekabinen der neusten Generation, die in jeder Abteilung unterschiedlich gestaltet und mit viel Technik ausgerüstet sind», erklärt der Direktor weiter.
 Die Haushaltsabteilung ist in den zweiten Obergeschoss gezogen.
 Die CD- und DVD-Abteilung wurde als einziges Rayon verkleinert. Alle Rayons wurden somit beibehalten.
 Das «Manora»-Restaurant im Dachgeschoss wurde ebenfalls «völlig aufgefrischt» und lockt nebst seiner Dachterrasse mit einem Rundum-Angebot «vom Frühstücksbuffet über Pasta bis zur Teppanyaki-Küche»
 Die Kundschaft soll neu die Ware zwar vor Ort begutachten, anfassen und anprobieren, aber auch online bestellen, im Haus abholen und oder nach Hause liefern lassen können. ...
 ... «Da wir über kein hauseigenes Parking verfügen, arbeiten wir mit dem Fahrradliefer-Dienst Collectors zusammen», sagt der Direktor. Vor allem Kunden, die Produkte wie Wein bei Manor mitten in der Altstadt einkaufen, sollen ab einem Einkauf von 100 Franken von diesem Angebot profitieren.
 Stadtpräsident Kurt Fluri, David Strube, Direktor Manor Solothurn, und Thierry Halff, VR-Delegierter Maus Frères, freuen sich über den Umbau.
 An der Wiedereröffnung: Franck Ségur Regionaldirektor Manor, Jêrome Gilg, CEO Manor Schweiz, David Strube, Direktor Manor Solothurn.

Manor Solothurn umgebaut Der 11-monatige Umbau ist beendet: Insgesamt 400 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche wurden auf zwei Etagen geschaffen.

Hanspeter Bärtschi

Es war lange Zeit die Grossbaustelle in der Altstadt, die aber kaum wahrgenommen wurde. Einzig der riesige Kran, im März 2018 mitten in der Weberngasse platziert, kündete an: Hier passiert was. Die Erweiterung des Innenhofs und der Umbau von Manor Solothurn erforderte den Aushub von 2000 Kubikmetern Material, «doch die ganze Zeit wurde der Warenhaus-Betrieb für die Kundschaft aufrechterhalten», betont Direktor David Strube.

Das Untergraben des Nachbarhaus-Innenhofs - das Areal ist von Manor gemietet – brachte auf zwei Etagen 400 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche. Nun freue man sich, «kurz vor Weihnachten im Herzen von Solothurn ein neues Einkaufserlebnis anzubieten.» Mit einer kompetenten Bedienung und dem neuen «Omni-Channel»-Modell wolle man der reinen Online-Konkurrenz trotzen, die Innenstadt damit «bereichern und aufwerten», so Strube.

Ware ansehen, bestellen und heimliefern lassen

61 Warenhäuser betreibt Manor in der Schweiz, und in Solothurn empfängt heute das vor über 80 Jahren unter dem Label Nordmann gegründete Warenhaus jährlich 1,5 Millionen Kunden - ein wichtiger Frequenzbringer für die ganze Shoppingmeile in der Altstadt. 14 Mio. Franken habe man beim Umbau investiert, erklärt Strube – der letzte Umbau in ähnlichem Massstab war zuletzt Mitte der neunziger Jahre erfolgt. «Ich bin stolz, unseren Kunden ein komplett neu erstelltes Erd- und Untergeschoss präsentieren zu können. Lichtdurchflutete Räume und die Parkettböden wirken edel und schaffen ein tolles Einkaufserlebnis. Wir haben jetzt Umkleidekabinen der neusten Generation, die in jeder Abteilung unterschiedlich gestaltet und mit viel Technik ausgerüstet sind.» Dazu gehören sogenannte «Click- und Collect-Zonen», die beim Kundendienst angesiedelt sind.

Für David Strube und seine 87 Angestellten ist jedoch das Manor-weit angewandte «Omni-Channel»-Prinzip wichtig: Die Kundschaft soll die Ware zwar vor Ort begutachten, anfassen und anprobieren, aber auch online bestellen, im Haus abholen und oder nach Hause liefern lassen können. «Da wir über kein hauseigenes Parking verfügen, arbeiten wir mit dem Fahrradliefer-Dienst Collectors zusammen.» Vor allem Kunden, die Produkte wie Wein bei Manor mitten in der Altstadt einkaufen, sollen ab einem Einkauf von 100 Franken von diesem Angebot profitieren.

Für Stadtpräsident Kurt Fluri ein wichtiger Tag

Vor 500 geladenen Gästen gratulierte Stadtpräsident Kurt Fluri Manor zum «bedeutenden Investitionsentscheid», den man in Zeiten, wo der Retailhandel unter massivem Druck stehe, sehr zu schätzen wisse. Die Stadt und Manor «leben gewissermassen in einer Symbiose», sei man doch auf das Warenhaus als Frequenzbringer angewiesen. Andererseits müsse die Stadt für die Rahmenbedingungen wie Zufahrten und Parking-Möglichkeiten sorgen. Die Stadt brauche allerdings ein viertes Parkhaus – erwünscht wäre es beim Westbahnhof, da es den Verkehr der A5 und Westumfahrung abnehmen könne. (ww)

Die Rochaden der einzelnen Rayons

Die 11 Monate Innenumbau seit dem Januar haben etliche Veränderungen mit sich gezogen. Im Parterre empfängt man mit Damenmode und der dahinter auf der neuen Fläche grosszügig ausgebauten Parfümerie. Das Untergeschoss mit Herrenmode, Sport-und Spielwaren hat für den Umzug der Haushaltabteilung in das zweite Obergeschoss gesorgt – verkleinert wurde lediglich die CD- und DVD-Abteilung. «Wir haben alle Rayons, auch die Schuhabteilung beibehalten», spricht Strube allerdings von «Welten» wie der «Mode-Kosmetik-Accessoires-Welt». In der Umbauzeit sei die Kundschaft mit ständigen Angebots-Wechseln gefordert gewesen – «denn ausser der Kinderkonfektion wurden sämtliche Warenbereiche gezügelt», blickt der Direktor auf die letzten, fordernden Monate zurück.

Auch das Restaurant wurde aufgefrischt

Ein Aushängeschild, das «Manora»-Restaurant im Dachgeschoss, wurde ebenfalls «völlig aufgefrischt» und lockt nebst seiner Dachterrasse mit einem Rundum-Angebot «vom Frühstücksbuffet über Pasta bis zur Teppanyaki-Küche». Doch haben die insgesamt 40 involvierten Firmen aus der Region auch beim verzweigten Gebäudekomplex zwischen der Gurzeln- und St. Urbangasse einiges mehr zum Positiven verändert: So wurden neue Fenster mit Ausblick auf die Altstadt eingebaut, die Öl- durch eine Gas-Heizung ersetzt und schliesslich alle Verkaufsflächen mit einer energiesparenden LED-Beleuchtung bestückt. Zudem wurden in Absprache mit der Altstadtkommission die Fassaden zur Gurzelngasse saniert, alle Südfenster saniert und zuletzt auch die beiden Eingänge umgebaut und mit Schiebetüren ausgestattet. «Unser Kernjob ist der Verkauf - der Umbau hat uns sehr viel positive Dynamik gebracht», so das Fazit von David Strube.

Diesen Sonntag, 24. November, ist Manor ganztags geöffnet.