Es wächst zusammen, was zusammengehört – eine Aussage, die jetzt auf das Hotel Krone zutrifft. Vor wenigen Wochen erst hatte die Swiss Prime Anlagestiftung in Olten das Baurecht für das gesamte Ensemble des Hotels Krone vom Credit Suisse Hospitality Funds erworben.

Nun hat die Stiftung mit dem Kauf der Hotelgarage in der benachbarten Seilergasse nachgezogen und das «Gesamtpaket» fertig geschnürt. «Für uns ist dieser Erwerb eine sinnvolle Ergänzung für alle», betont Thomas Grossenbacher, Chief Investment Officer der Anlagestiftung.

Geplant sei ein Umbau des Gebäudes, welches im Parterre auf gut 350 Quadratmetern zwölf Parkplätze anbietet. Im Obergeschoss befinden sich leer stehende ehemalige Personalzimmer. «Wir möchten mit dem Umbau auch zusätzliche acht bis neun Hotelzimmer schaffen», so die Absicht des neuen Eigentümers.

«Stärkung des Betriebs»

Der Betrieb dieses zusätzlichen Zimmertrakts würde wie das Hotel Krone selbst von der Genossenschaft Baseltor übernommen werden. Im barocken Haupttrakt des Gebäudes ist der Einbau von 28 Zimmern vorgesehen. «Der Umbau der Seilergasse 4 wird ebenfalls vom Planungsteam der mit dem Krone-Umbau beauftragten Architekten Graf Jenni Stampfli übernommen», erklärt Thomas Grossenbacher weiter. Die Garage selbst soll wie bisher als Parkierungsmöglichkeit für die Hotelgäste genutzt werden.

Der bereits vor drei Monaten begonnene Umbau des Hotels Krone mitsamt dem Leist-Flügel zieht sich bis in Jahr 2017 hin, und ein Termin für die Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Grossenbacher geht nicht unbedingt davon aus, dass die «Krone» und der zusätzliche Zimmertrakt gleichzeitig eröffnet werden können. «Das wäre zwar wünschbar, aber für die Seilergasse 4 müssen wir zuerst eine Planung erarbeiten und ein Baugesuch einreichen.» Eines steht jedoch für den Thomas Grossenbacher schon jetzt fest: «Mit den zusätzlichen Hotelzimmern und den Parkmöglichkeiten erreichen wir eine Stärkung des Betriebs.»

Sinnvolle Lösung

Als 2012 Stadt und Kanton Solothurn zu gleichen Teilen das Hotel Krone von der Besitzfamilie Dörfler erwarben und im Baurecht an den CS Funds abgaben, hatten sie auf den Kauf der Krone AG, die ebenfalls im Familienbesitz war, verzichtet. Und damit auch auf den Garagentrakt und das gesamte Mobiliar der «Krone», dass darauf nach China veräussert worden war. Die Swiss Prime Anlagestiftung hat nun mit dem Garagengebäude auch den Namen der AG, nicht aber diese selbst erworben. Mitbesitzerin Marie-Thérèse Dörfler jedenfalls ist froh, dass es nun zu dieser Lösung gekommen ist: «Es macht Sinn, denn Hotel und die Garage gehören zusammen.»

Hintergrund für den Erwerb im Nachgang ist die ursprüngliche Planung: Diese sah vor, im Hinterhof der «Krone» selbst einige oberirdische Parkplätze zu erstellen, die von der Theatergasse her erschlossen worden wären. Dies stiess jedoch auf Widerstand eines Nachbarn, der sich dagegen auf dem juristischen Weg wehrte, bis eine Einigung mit Verzicht auf die Hof-Parkplätze gefunden werden konnte. Während im barocken Haupttrakt neben den 28 Hotelzimmern der Saal- und Restaurationsbetrieb wieder aufgenommen wird, ist im Leist-Flügel der Einbau von Wohnungen und Geschäftsräumen vorgesehen.

Die Swiss Prime Anlagestiftung erwirbt die Krone im Baurecht von der Credit Suisse

Die Swiss Prime Anlagestiftung erwarb die Krone im Baurecht von der Credit Suisse