«Es Knorz» war bisher die Badi-Beiz für den jeweiligen Pächter. Denn alles musste über die Treppe raufgekarrt werden, um dann im Bauch des Gastes wieder auf den Boden der Realität, sprich den Erdboden zurückzugelangen. Man stelle sich mal vor: Diese Saison waren 164'000 Leute in der Badi. Die meisten verspürten mal ein Hüngerli, vom Durst ganz zu schweigen. Schon wenn jeder Gast nur ein «Chnörzli» von lediglich 23 Gramm – so viel wiegt das «Branchli» – vertilgt, dann hätte Ernst Schär mit seiner Crew gut 3,5 Tonnen Schoggi ins Obergeschoss hieven müssen.

Zu seinem Pech ass die Mehrheit nicht es bizzeli Schoggi, sondern Hamburger (über 100 g), Glace (ca. 50 g), und getrunken wurde natürlich auch noch einiges (Literflasche über 1 kg). Da fragt sich der Badi-Gast leicht zerknirscht, wie manchen Rückenschaden er in den letzten 40 Jahren mitverursacht hat. Höchste Zeit also für den längst fälligen Lifteinbau – immerhin liess sich die Stadt im Schulhaus Kollegium einen solchen über eine halbe Mio. Franken kosten. Oder hat der scheidende Badi-Beizer Ernst Schär deshalb auf eine Austrinkete verzichtet, um seine Leute nicht nochmals zu plagen? Seine Idee, stattdessen 1000 Franken für das Kinderspital des eben verstorbenen Beat Richner in Kambodscha zu spenden, finden wir grossartig.

«Chnörzli» wären wohl eine perfekte Sortiments-Abrundung für den Chestelemuni am Märetplatz, dessen braunes Häuschen diese Woche schon durch die Stadt an sein Plätzli gekarrt worden ist. Mitten im Hochsommer! Üs tschuderets! Bei fast 30 Grad «eissi Marroni»? Wohl kaum schon. Dafür höckelen Gross und Klein bestimmt noch zwei, drei Wochen lang zmitz im Stalden vor der Vitaminstation und erfüllen den Wunsch der dort drinnen erworbenen Gelati: «Leck mich ...!»

«Chnörz» sind einerseits Mannsbilder der eher verdrückten Sorte, die kaum oder nicht grüssen. Dann gibt es noch die echten «Chnörz», und die grüssen schon. Nämlich vor dem Baseltor alle, die in die Stadt wollen. Unübersehbar ist die hölzerne Welt der diesjährigen HESO-Sonderschau «Kraftort Wald» aus dem Boden geschossen. Viel Holz mit den obligaten Astlöchern, eben den «Chnörz», wurde da verbaut. Eines aber ist sicher: Da waren aufgestellte, kreative Geister am Werk, und garantiert keine «Chnörz»!