Seniorenresidenz Dörfli
Über sich selbst bestimmen, solange man noch urteilfähig ist

Josef Zimmermann, Präsident der Genossenschaft Seniorenresidenz Dörfli, konnte über 60 Mitglieder, darunter auch neue, zur 36. Generalversammlung der Seniorenresidenz Dörfli im Alterszentrum Wengistein begrüssen.

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Die GV fand im Alterszentrum Wengistein statt. (Archiv)

Die GV fand im Alterszentrum Wengistein statt. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Einleitend wies er auf den stattfindenden demografischen Wandel hin. «Wir können uns freuen, dass die Lebenserwartung von Jahr zu Jahr zunimmt und dass dieses Älterwerden nicht zu einer längeren Pflegebedürftigkeit führt.

Ältere Mitmenschen bleiben länger fit.» Zimmermann machte besonders auf das Selbstbestimmungsanliegen aufmerksam, das durch das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht heute eine wichtigere Rolle spielt als früher. Er empfahl, selber zu bestimmen und zu regeln, was mit uns bei Urteilsunfähigkeit zu geschehen hat, solange wir urteilsfähig sind.

Wer wegen eines Unfalls, wegen einer plötzlichen schweren Erkrankung oder Altersschwäche nicht mehr selber für sich sorgen kann und urteilsunfähig wird, ist auf die Hilfe Dritter angewiesen. Mit einem Vorsorgeauftrag kann jede urteilsfähige Privatperson sicherstellen, dass bei Urteilsunfähigkeit jemand anders die not-wendigen Angelegenheiten erledigen kann.

Vor allem betagte Menschen können so ihren Willen rechtzeitig festhalten und eine nahestehende Person oder Fachstelle zur Regelung ihrer Angelegenheiten bei Urteilsunfähigkeit beauftragen und ermächtigen. Der Vorsorgeauftrag muss eigenhändig geschrieben und datiert sein. Es ist auch möglich, und kann je nach Situation sinnvoll sein, für die Errichtung einen Notar, einen Anwalt oder eine Rechtsberatungsstelle beizuziehen.

Viel Ungemach ersparen

Mit einer Patientenverfügung kann eine Person im Hinblick auf den Fall einer künftigen Urteilsunfähigkeit festlegen, welche medizinischen Behandlungen in einer bestimmten Situation gewünscht sind oder eben nicht. Auch die Patientenverfügung ist schriftlich zu errichten und zu datieren. Sie muss aber nicht von A bis Z eigenhändig geschrieben werden.
Mit der Abfassung eines Vorsorgeauftrages und einer Patientenverfügung werden viele Unannehmlichkeiten und Ungemach erspart bleiben. Der Lebensabend kann dadurch noch sorgenfreier und lebenswerter gestaltet werden.

Die durch Kurt Bargetzi erläuterte Erfolgsrechnung 2015 und Bilanz zeigen durchaus erfreuliche Kennzahlen. Es wird ein Cashflow, Gewinn vor Abschreibungen, von über 102 000 franken ausgewiesen, wovon 100 000 als Abschreibung auf den Liegenschaften verwendet werden. Das ausgewiesene Jahresergebnis beträgt 2046 Franken.

Nach elfjähriger Tätigkeit in der Verwaltung und 20 Jahren als Redaktorin der Dörfli-Zytig hat Johanna Allemann auf das Jahresende 2015 ihren Rücktritt eingereicht. Der Präsident dankte ihr für ihr kritisches, konstruktives Mitdenken in der Verwaltung und die unzähligen mit viel Herzblut verfassten