Solothurn
Trotz Wetter «überraschend viel Publikum» – Honolulu-Wagen klinkt sich wegen Böen vorzeitig aus

Der Solothurner Fasnachtsumzug konnte am Dienstag mit grossen Wagen durchgeführt werden, wurde aber teilweise heftig verregnet – und auch verwindet. Ein Wagen musste den Umzug wegen des Windes vorzeitig verlassen.

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Verregneter Umzug in Solothurn. Auf der Tribüne in der Vorstadt waren nur wenige Plätze besetzt.

Verregneter Umzug in Solothurn. Auf der Tribüne in der Vorstadt waren nur wenige Plätze besetzt.

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Noch am Montag bangte man darum, dass die Umzugsreprise am Dienstag aufgrund prognostizierten starken Winds nicht mit Wagen durchgeführt werden kann. Doch bereits am Morgen danach gab die Vereinigte Fasnachtsgesellschaft UNO nach revidierten Prognosen Entwarnung. Windspitzen von 60 Stundenkilometer würden ein Mitfahren der Wagen gerade noch erlauben.

Die Regenpelerine war am Dienstag neben dem Kostüm und warmer Kleidung wohl das liebste Mitbringsel der Narren. Das durchsichtige Plastik bedeckte das Kostüm oder lugte unten heraus. Regenschirme waren ungern gesehen, versperrten sie doch den Blick auf den Umzug.

Auch die Guggen und Fasnachtszünfte wappneten sich gegen den Regen. Die Tambouren als Nummer 1 sagten sich wohl: «Wir nutzen den Regen und stellen einen neuen Streckenrekord auf». Im Stechschritt hatten sie die Umzugsstrecke so schnell wie nie absolviert. Die nachfolgenden Nummern nahmen es etwas gemütlicher – Glück für sie, dass der Regen nachgelassen hatte.

Der Umzugswagen der Narrenzunft Honolulu klinkte sich am Klosterplatz aus. Grund: Eine Böe hatte den Umzug kurzzeitig zur Pause gezwungen. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen entschied die Zunft dann eigenständig, den Umzug nicht fortzuführen.

Der Wagen der Narrenzunft Honolulu: Bei der Reprise am Dienstag war beim Klosterplatz Schluss.

Der Wagen der Narrenzunft Honolulu: Bei der Reprise am Dienstag war beim Klosterplatz Schluss.

Oliver Menge

UNO-Pressenarr Fabian Maienfisch zeigt sich aber zufrieden: «Es hatte trotz des Wetters überraschend viel Publikum, gerade in der Altstadt. Und den Umzug so durchzuführen, war der richtige Entscheid.»

In der Vorstadt waren die Reihen aber um einiges lichter als noch am Sonntag. Auch auf der Tribüne – bei der ersten Durchführung des Umzugs noch ausverkauft – waren nur wenige Sitze besetzt.

Manch Zuschauer harrte nicht bis zuletzt an der Strecke aus und verzog sich nach Hause oder ins Warme.

Die Schanzennarren liessen mit ihrer Soundanlage den Boden erzittern und mit Harri Kunz als Einheizer in der Vorstadt machten die verbliebenen Umzugszuschauer doch richtig Party. (ldu/ak)

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