Stadt Solothurn
Trotz finanzieller Überbeteiligung: Die Talentförderklasse wird weitergeführt

Die Talentförderklasse der Stadt Solothurn wird weitergeführt: Die zuständige Gemeinderatskommission hat trotz nicht gedeckter Kosten entschieden, dass die Klasse weiterhin einen festen Platz in den Städtischen Schulen haben wird.

Drucken
Teilen
Die Talentförderklasse, wie hier im Schulhaus Schützenmatt, soll weitergeführt werden. (Archiv)

Die Talentförderklasse, wie hier im Schulhaus Schützenmatt, soll weitergeführt werden. (Archiv)

Seit 2012 gibt es in der Stadt Solothurn eine sogenannte «Talentförderklasse.» Dabei handelt es sich um ein Angebot, bei dem talentierte Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Sport, Musik und den bildenden Künste unabhängig von ihren sonstigen schulischen Leistungen in diesen Sparten gefördert werden. Dabei soll ermöglicht werden, dass für begabte Jugendliche neben der Schule auch Zeit für intensives Training oder Üben bleibt.

Die Talentförderklassen werden sowohl von städtischen, kantonalen, als auch ausserkantonalen Schülerinnen und Schüler genutzt. Dabei sind laut Medienmitteilung nur 12 der 97 Jugendliche aus der Stadt, 73 leben in anderen Gemeinden des Kantons, 12 weitere stammen aus dem Kanton Bern.

Deshalb wurde das Programm von der Finanzverwaltung, der Schuldirektion und der Schulleitung im Detail untersucht, wie die verursachten Kosten von den eingenommenen Schulgeldern gedeckt sind. «Dabei zeigte sich, dass die Tarife, welche die Stadt gemäss regionalem Schulabkommen von den anderen Gemeinden erhält, die variablen Kosten, verursacht direkt durch die Schülerinnen und Schüler sowie durch die Anzahl Klassen, ab einem Bestand von 16,5 Jugendlichen pro Klasse decken. Anders ausgedrückt erhält die Stadt ab einer durchschnittlichen Klassengrösse von 17 einen Beitrag an die fixen Kosten der Sekundarschule. Ab 21 Schülerinnen und Schüler pro Klasse wäre auch der Fixkostenanteil gedeckt,» so die Medienmitteilung.

Die Gemeinderatskommission ist trotzdem überzeugt, dass die Talentförderklassen den Jugendlichen grosse Vorteile bietet. Die Klassen sollen jedoch gemäss Konzept nach Möglichkeit mit 20 Schülerinnen und Schülern geführt werden, was jedoch durch die zukünftigen geburtenstarken Jahrgänge problemlos erfüllt werden kann. (naj)

Aktuelle Nachrichten