Zur Einführung in das Budget 2015 der Bürgergemeinde Solothurn (BGS) mit einem Defizit von 307 000 Franken über alle Teilrechnungen, erinnerte Finanzverwalter Claude Tschanz daran, dass man dem Gebot der Vorsicht gefolgt sei. Das bedeutet, dass zwar Aufwände, die mit grosser Wahrscheinlichkeit eintreten dürften, budgetiert wurden, nicht aber Erträge, die nicht mit absoluter Sicherheit erzielt werden können. So sei es zum Beispiel auch möglich, dass aus dem mutmasslichen Mittelabfluss von 187 000 Franken sogar ein bescheidener Mittelzufluss werden könnte. Damit seien also in einigen im Budget nicht berücksichtigten Geschäften wie Verkäufen von Bauland und Waldparzellen noch Reserven enthalten.

Ein Prozent mehr Lohn

Aufgrund der Lohnentwicklungen der vergangenen Jahre und weil für die beiden vergangenen Jahre keine generelle Erhöhung gewährt wurde, schlug die Finanzkommission eine Anpassung der Gehälter und Zulagen um ein Prozent vor. Dem erwuchs einiger Widerstand; Meinungen, gar keine Anpassung vorzunehmen oder solche, die ein halbes Prozent als ausreichend erachteten, unterlagen schliesslich mit zwei zu zehn Stimmen. Dieser Beschluss wird sich mit rund 90 000 Franken im Budget niederschlagen. Auf eine Zuweisung zum Kulturfonds wurde angesichts des Fehlbetrags verzichtet.

Der Bürgerrat hiess auch die von Heimleiter Pascal Aebischer erläuterten Veränderungen in der Taxordnung und der Taxtabelle für das «Alters- und Pflegeheim Thüringenhaus & St. Katharinen» gut. Diese folgen den Vorgaben des Krankenversicherungsgesetz und des Regierungsrates. Die Anpassungen dürfen über das Ganze gesehen als moderat bezeichnet werden. In den für 2015 errechneten Aufwandüberschuss sind alle Teilrechnungen (Verwaltung, Altersheim, Forst, Spitalstiftung) einbezogen. Das Rebgut (Spitalstiftung) sticht mit einer Verbesserung von 80 000 Franken gegenüber dem Voranschlag 2014 heraus; aber auch die Forstrechnung zeigt eine markante Verbesserung, während diejenige des Altersheims trotz teilweise widriger Umstände wie im vergangenen Jahr praktisch ausgeglichen ist.

Geld für Forstpersonal

Buchhalterisch wirkt sich die Reorganisation der Leitung des Forstbetriebs auch im Voranschlag 2015 aus. Der Austritt von Mitarbeitern schlägt mit rund 33 000 Franken zu Buch, im Weiteren wurden 83 000 Franken für den neuen, erst noch zu findenden, Forstwart ins Budget aufgenommen.

Auf Antrag der Einbürgerungs- und Kulturkommission erteilte der Bürgerrat Heidi Pfister und Martina Pfister das Gemeindebürgerrecht, da beide schon Solothurnische Kantonsbürgerinnen sind. Folgende Bürgerrechtsgesuche wurden an die Bürgerversammlung weitergleitet: Sylvia Sollberger mit den Kindern Sina und Janis, Milad Faizi; Bojana Mirkovic; Joana Mürmann; Marco Solano; Solomon Tesfaye. Zudem wurde dem Ausbürgerungsgesuch von Mark Dreyfus entsprochen.

Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger informierte weiter, dass zu Handen der Einsiedelei ein namhaftes Legat eingehen wird.