Solothurn
Thüringenhaus und die Spitzallmend im Fokus

Der Bürgerrat Solothurn tagte zum zehnten Mal in diesem Jahr; man könnte es «Sitzung der grossen Projekte» nennen. Ein wichtiges Zwischenziel wurde bezüglich Spitzallmend in Bellach erreicht.

Mark A. Herzig
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Das pittoreske Thüringenhaus könnte schon bald einmal kein Alters- und Pflegeheim mehr sein.

Das pittoreske Thüringenhaus könnte schon bald einmal kein Alters- und Pflegeheim mehr sein.

Hanspeter Bärtschi

Die Bürgerversammlung hatte 2013 eine Planungsvereinbarung beschlossen; die unbebaute Spitzallmend solle verkauft werden unter der Bedingung, dass die Bürgergemeinde einen Baukörper der Überbauung auf eigene Kosten realisieren könne.

Nachdem mit der Helvetia-Versicherungen ein Investor gefunden worden war, beschloss im September eine ausserordentliche Bürgerversammlung, das Vorhaben zu realisieren. Die Kompetenz zur Genehmigung eines Vertrags wurde an den Bürgerrat delegiert. Dieser befand nun über das 22-seitige Dokument.

Es enthält die Regelungen zu Parzellierung, Verselbstständigung von Miteigentum, den eigentlichen Kaufvertrag und die Begründung von Rechten und Lasten. Wie von der Domänenkommission vorgeschlagen, stimmte der Rat nach kurzer Diskussion einiger Detailfragen dem Vertragswerk einstimmig zu, sodass es gestern rechtskräftig unterzeichnet werden konnte.

Thüringenhaus verkaufen?

Sodann berichtete Sergio Wyniger, dass die Arbeitsgruppe St. Katharinen in einem wahren Kraftakt daran ist, Lösungen für einen allfälligen Umbau des Thüringenhauses mit Kostenanalyse bis hin zur Unterbringung der Pensionäre während der Bauarbeiten zu evaluieren.

Zudem wird weiter abgeklärt, ob sich eine Erweiterung von St. Katharinen realisieren lässt. Es ist geplant, im Frühling eine ausserordentliche Bürgerversammlung einzuberufen, die über einen Verkauf des Thüringenhauses befinden soll.

Positives von allen Fronten

Die Arbeiten der AG Arealentwicklung Steinbruch laufen gut, insbesondere auch die Ansiedlung des Forstwerkhofes. AG-Präsident Matthias Wälti ergänzte erfreut, dass sich die Kommunikation mit den Mietern eingespielt hat und so Probleme schon bei deren Entstehung angegangen werden können.

Aus dem Rebgut berichtete der Präsident, dass man sich über eine qualitativ und quantitativ gelungene Ernte freue. Und weiter: Das Altersheim sei voll belegt und es gebe sogar eine kleine Warteliste, das Jahresziel des Abschlusses mit einer schwarzen Null scheine erreichbar. Und auch im Forstbetrieb sei man auf Budgetkurs.

Energieholz vermarkten

Die Arbeitsgruppe Energie bearbeitet neben den Plänen für Holzschnitzelheizungen auf dem Chantier und der Spitzallmend, die aus wirtschaftlichen Gründen verworfen wurden, weitere Möglichkeiten: Mit Firmen aus dem Energiesektor ist man in laufendem Gespräch, die Projekte Kurhaus und Bellach Ost werden weiter verfolgt. Ziel ist es, das Energieholz, das in den Wäldern anfällt, gewinnbringend vermarkten zu können.

Veränderungen im Bürgerrat

Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger orientierte, dass nach dem Rücktritt von Pascal Brönnimann (FDP) und entsprechend dem Wunsch von Corinne Mauch, erstes Ersatzmitglied zu bleiben, Martin Sterki ordentliches Mitglied und Peter Kambli zweites Ersatzmitglied wurden.

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