Solothurn

Thema «Alles fliesst» verwirklich Solothurner Künstler in seinen Bilder

Peter Steinmann macht sich in seinem Atelier Gedanken zum künstlerischen Stellenwert der Fasnacht. (Archivbild)

Peter Steinmann macht sich in seinem Atelier Gedanken zum künstlerischen Stellenwert der Fasnacht. (Archivbild)

In der Galerie Artesol präsentiert Peter Steinmann seine neue Produktion. Seine Bilder hat er zum Thema «Alles fliesst» gemalt.

Peter Steinmann, mit Wohnsitz in Solothurn und Künstleratelier in Leuzigen, trägt eine unverkennbare Handschrift in seine Bilder hinein, holt aus seinen Bildern eine immer neu sich generierende «Handschrift» heraus. Aktuell und bis zum 16. November sind Steinmanns Werke unter dem Ausstellungstitel «Artdiversity» in der Galerie Artesol zu sehen.

Bewusst hebt Peter Steinmann seinen ästhetischen Anspruch ab vom digital perfektionierten Glanz des medial reproduzierten und reproduzierbaren Bildes, auch wenn er durchaus die digitalen Techniken und ihre multiplen Wirkungen längere Zeit ebenso für sich zu nutzen wusste wie das klassische Mal-Handwerk. Aber, wie im fliessenden Kreislauf auch das Beständige wiederkehren kann, so konzentriert sich Steinmann in der Rückbesinnung auf seine wiedergewonnene malerische Haltung, zeigt und interpretiert eine Sinnlichkeit des Nichtperfekten als native Schönheit.

Rückbesinnung, das heisst in diesem aktuellen Schaffen auch «back to the roots», wenn er auf alte Bilder, Aquarelle und Skizzen zurückgreift als ein Schritt aus der erinnerten Vergangenheit in die neue Dimension einer künstlerischen Vielfalt – der «Artdiversity», wenn sich die verschiedenen Ebenen, Malerfahrungen, Stile und Epochen durchdringen, miteinander wirken.

Bewegung als Steinmanns zentrales Thema

Steinmann hat zur Malerei als sinnenhafte Erfahrung zurückgefunden, um mit einer unermüdlichen Kreativität sein Thema Bewegung, dieses «panta rhei» («Alles fliesst») in energiegeladenen Bildgeschehen fantasievoll und frei umzusetzen und auszuformulieren.

Die Basis bilden Arbeiten früherer Schaffensperioden, die er damals als noch nicht vollendet, nicht ausgereift betrachtete, mehr Idee und Intention denn eindeutiges, abgeschlossenes Werk waren. Arbeiten, die er jetzt aus einer sich malerisch gewandelten Perspektive heraus neu sichtet, reflektiert und überarbeitet; mit Mischtechnik auf meist Büttenpapier oder auch mitteldicke Faserplatte eine neue sinnliche Materialität, eine wirkungsvolle Griffigkeit und lebendige Farbmomente generiert, neue Erfahrungen, Ansichten und Bildideen hineinbringt. Im Bestehenden neu entdeckte Anekdoten, deren Wesen er ausschöpft, neu choreografiert und neu erzählt.

Es sind drei Themen, drei «Geschichten», die ihn herausfordern, die ineinandergreifen und verschmelzen: die Figur, das Wasser und die Landschaft als Synthese, auch als Metapher aller Bewegungen. Stets vertrauend auf die informelle Geste, auf eine momenthafte Abstrahierung, auf das beschreibend Wesentliche, lotet Steinmann vielschichtig und von ästhetischen Prinzipien losgelöst den Wandel der Dinge, die Bewegung in ihren vielfältigen Metamorphosen mit Farbe und Form, Farbkraft und Farbnuancen aus.

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