Stadttheater
Theaterfreunde investierten 44 000 Franken in Abstimmungskampagne

Unter den «Freunden des Stadttheaters» ist die Freude über die Zustimmung zum Kredit für die Sanierung des Theaters gross. Der Verein hatte für die Abstimmungskampagne selbst 44 000 Franken eingesetzt, ein Grossteil davon stammt von Privatpersonen.

Helmut Zipperken
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Die Freude über das überwältigende Ja bestimmte die GV. (Archiv)

Die Freude über das überwältigende Ja bestimmte die GV. (Archiv)

Oliver Menge

«Es ist ein leuchtendes Beispiel für die Kultur in Solothurn», meinte Theaterdirektor Beat Wyrsch an der Generalversammlung. Tief beeindruckt von dieser deutlichen Solidarität zum Theater zeigte sich auch Andreas Marti (Biel), Präsident der Stiftung Theater Biel-Solothurn. Es mache Mut, an die Umsetzung der neuen Trägerstruktur zu gehen, mit der das Theater und die Orchestergesellschaft Biel unter ein Dach zusammengeführt werden, was aber keine Fusion bedeute. Ab Spielzeit 2013/2014 sollte die neue Organisation greifen. Präsident Markus Jenal dankte Madeleine Elmer, Claudia Eng und Roswitha Klöti, die sich für den Verein in der Abstimmungskampagne eingesetzt haben.

Er wisse nicht, was er hätte sagen sollen, wenn das Ergebnis anders ausgefallen wäre. Auf die gefüllten Plätze weisend, stellte er fest, dass die Anteilnahme am Theater auch weiterhin gross sei. So konnten denn auch die statutarischen Geschäfte rasch erledigt werden. Sowohl die Rechnung 2011 wie der Voranschlag für das Jahr 2012 weisen leichte Einnahmenüberschüsse auf. Aktuell hat der Verein 480 Mitglieder, Tendenz steigend.

Kein Vereinsgeld

Madeleine Elmer ist es ein Anliegen, dass über die Finanzen der Abstimmungskampagne transparent informiert wird. Dafür standen 44 000 Franken zur Verfügung. 27 000 Franken stammen von Institutionen. Aber 17 000 Franken sind von Privatpersonen gespendet worden, und zwar aus der ganzen Schweiz. Damit ist auch das Argument widerlegt, dass die Theaterliebhaber nichts für das Theater täten. Obwohl der Verein für die Abstimmung 5000 Franken budgetiert hatte, wird letztlich wohl kein Rappen des Vereinsvermögens für die Abstimmung gebraucht werden. Die genaue Abrechnung wird der nächsten Generalversammlung vorgelegt.

Besonders die Inszenierung der «Dreigroschenoper», die durch eine Sammelaktion der Freunde unterstützt werden konnte, aber auch andere Produktionen waren öfter ausverkauft. Mit der «Dreigroschenoper» gab es übrigens eine Schweizer Tournee mit Vorstellungen in zehn Städten. Beat Wyrsch zeigte auf, dass auch bei einem ausverkauften Haus die Aufführungskosten nicht eingespielt werden können. Deshalb können auch nicht beliebig mehr Vorstellungen angesetzt werden.

Kommende Uraufführung

Vor Jahresfrist erläuterte Schauspielchefin Katharina Rupp das Projekt des «Stücklabors» und warb um Spenden in Höhe von 20 000 Franken. Diese Summe sei zusammengekommen, und eben sei die endgültige Fassung des Theaterstückes von Jungautor Lukas Linder eingetroffen, so dass nächste Woche mit den Proben begonnen werden könne. Das Stück «Der Mann in der Badewanne oder Wie man ein Held wird» kommt am 10. Mai zur Uraufführung.

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