Solothurn

Terre des hommes bereits zum 20.Mal an der HESO dabei

Zum 20. Mal ist die hiesige Freiwilligengruppe Terre des hommes an der Herbstmesse Solothurn präsent. Rund 400'000 Franken sind seither für Kinder in Not gesammelt worden.

Sie prägt heuer zum 20. Mal unter dem Banner des karitativen Engagements die Heso mit: die Solothurner Freiwilligengruppe von Terre des hommes. Und mehr als 400'000 Franken hat die Gruppe in den vergangenen 19 Jahren für Kinder in Not allein an der Herbstmesse durch ihre Tombola gesammelt. Nachdem die Freiwilligen des Kantons sich bereits 1985 formierten, rief die damalige Präsidentin Myriam Erzer 1997 die Aktion ins Leben.

Seit 2012 ist das Präsidium (vorher besetzt von Käthy Schneitter) vakant, die Gruppe wird seither von einem mehrköpfigen Gremium geleitet: Margrit Kissling verantwortet die Administration für den Heso-Einsatz, Barbara Studer-Wegmüller und als Nachfolger Philippe Preisig sind zuständig für den Medienkontakt, Rita Galluzzo rekrutiert Freiwilllige und Heike Hauschildt ist verantwortlich für Sammlung und Katalogisierung der Tombola-Preise. «Die Heso-Aktion ist unserer Aushängeschild und entspricht ganz unserer Kernaufgabe», sagt Studer.

Sie sei aber gleichzeitig auch der «grösste Chrampf»: In 10 Tagen werden 22 Schichten à drei Personen bestritten – 66 Einsätze. «Doch soviele Leute mobilisieren wir kaum, deshalb werden einige mehrfach eingeteilt.» Hinzu kommen Leute, die beim Aufbau, Einrichten und Abbau des Stands helfen.

Allein für die Heso rechnen sich 600 Freiwilligenstunden zusammen. Nicht eingerechnet sind dabei die Suche nach Sponsoren und das Aufnehmen der Preise. Von bis zu 80 Firmen und Läden kommen während der Vorbereitungen auf die Standpräsenz Sachspenden für die rund 2000 Tombolapreise zusammen. Die über 70 ehrenamtlich und unentgeltlich tätigen Mitglieder der Freiwilligengruppe stammen mehrheitlich aus dem oberen Kantonsteil.

«Der Wunsch zu helfen»

Für Heike Hauschildt, die selbst über die Heso zur ehrenamtlichen Tätigkeit bei Terre des hommes gelangt ist, ist der Einsatz eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung: «Man hat einfach den Wunsch zu helfen.» Sie habe das Glück, drei Söhne zu haben, sagt ihrerseits Studer: «Nun wollte ich durch mein Engagement jenen Kindern etwas zurückgeben, die es nicht so gut haben», so ihre ursprüngliche Motivation.

Tatsächlich halte sich die Spendenbereitschaft zwar in finanziell angespannten Zeiten in Grenzen, sobald Flüchtlingskrisen aufkommen wie aktuell seien die Leute jedoch spendewilliger. Und so liegt der Fokus derzeit auch auf Syrien: 12 Mio. Menschen auf der Flucht, die Hälfte davon Kinder, auf die Terre des hommes das Hauptaugenmerk richtet: Im Zentrum stehen Wasser, Gesundheitsversorgung, Kinderschutz, sowie der Kampf gegen Ausbeutung, Missbrauch und Gewalt.

In über 30 Länder mit über 400 Einzelprojekten aktiv, widmet sich die Organisation neben Flüchtlingskindern auch Waisen- und Strassenkindern. Sie richtet sich nach dem Grundsatz der nachhaltigen Hilfe vor Ort: So wird ein Grossteil des Personals vor Ort direkt rekrutiert, währenddem nur eine kleine Zahl von Delegierten aus der Schweiz im Einsatz stehen.

Heso-Präsenz Stand 001 neben der Flammeria. Start: Fr, 18 Uhr, Besuch von Kurt Fluri. Infos: www.tdh.ch/solothurn

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