Vor acht Jahren war er plötzlich da, der «Teerblätz» vor dem Stadttheater – nicht unkritisch hinterfragt. Mit gelber Kreide schrieb jemand «Schandfleck» auf die schwarze Decke, wo einstmals das Gassenpflaster gewesen war. Auch die seinerzeitige Präsidentin der Altstadtkommission, Jacqueline Heim, fand den Teer nicht so toll, und plädierte in der definitiven Fassung für repräsentativere Platten.

Der damalige Leiter des Stadtbauamtes, Werner Stebler, verwies darauf, dass man den umgestalteten Eingang des Stadttheaters habe betonen wollen und auch die Rollstuhlgängigkeit sei mit der Teerdecke gegeben, die ja nur ein Provisorium sein. Vernehmen liess sich auch der damalige Denkmalpfleger Samuel Rutishauser. Er habe immer vor einem «Schnellschuss» gewarnt und «so wie es jetzt daherkommt, wirkt es absolut billig.» Nun, nach acht Jahren ist aus dem alten neuer Teer geworden, aber wenigstens «in einem Stück». (ww)