Theater Mausefalle

«Taxi, Taxi» sorgt für Feuerwerk an Situationskomik und Pointen

Ein Mann zwischen zwei Ehefrauen am Rand des Wahnsinns. Kita Chutzenäscht wird neu durch die Gemeinde finanziert.

Ein Mann zwischen zwei Ehefrauen am Rand des Wahnsinns. Kita Chutzenäscht wird neu durch die Gemeinde finanziert.

Mit der Komödie «Taxi, Taxi» landet das Theaterensemble einen Volltreffer beim Publikum. Das Stück handelt von einem Taxifahrer, der gleich doppelt verheiratet ist.

Endlich kehrt wieder Leben auf die Bühne der Mausefalle zurück. Und gleich geht es mit «Taxi Taxi» und einem Feuerwerk an Situationskomik und Pointen los. Das zahlreich erschienene Publikum liess sich coronalike von der Crew an die Plätze führen und füllte die Stuhlreihen mit entsprechenden Abständen. Kurz nachdem die Handlung auf der Bühne ihren Lauf genommen hatte, waren alle diese Einschränkungen vergessen und man durfte Lacher an Lacher reihen.

Der britische Dramatiker Ray Cooney, (*l932) hat mit diesem Stück – im Original «Run for your Wife» ­– weltweit die Bühnen erobert. Letztlich schrie der Erfolg nach einer Fortsetzung. Diese konnte im Januar 2019 in der Mausefalle als «Lügen haben junge Beine» gesehen werden. Dieses Original spielt 18 Jahre früher und damit musste es natürlich anders besetzt werden. Jörg Studer, welcher das Stück früher bereits in einer Mundartfassung inszeniert hatte, kitzelte aus den Darstellenden ein Optimum an Gängen, Gesten und Mienenspielen heraus zu einem präzis gesprochenen Dialog. Er selber spielte die kleine Rolle eines aufdringlichen Zeitungsreporters.

Zwei Ehefrauen, zwei Wohnungen

John Smith ist Taxifahrer, hat Mary kennen und lieben gelernt und geheiratet und wohnt mit ihr in Wimbledon. Später trifft er als Kundin auf Barbara, welche so von ihm angetan ist, dass er ihrer Frage nach einer Heirat nicht widerstehen kann. Barbara wohnt mit ihm in Streatham.

Ein ausgeklügelter Fahrplan lässt ihn an beiden Orten zu Hause sein. Bis er einer alten Dame zu Hilfe eilen will und in der Notfallaufnahme landet. Mit seinem etwas mitgenommenen Hirn gibt er im Krankenhaus die Adresse von Streatham an, bei der Polizei aber jene von Wimbledon. Weil die Polizei exakt ist, will sie der Sache auf den Grund gehen und damit beginnen für John Smith die Schwierigkeiten.

Als John Smith glänzt Nourdin Khamsi zwischen Nonchalance und Verzweiflung. Nicht minder überzeugend Christoph Stapfer als Nachbar Stanley, der einmal als vermeintlicher John Smith dann wieder als sein schwuler Freund herhalten muss. Mit Augenzwinkern aber auch mit befremdlicher Überraschtheit wird er der Rolle gerecht.

Sie tauchen immer im falschen Moment auf

Die Darstellerinnen der beiden Ehefrauen Mary (Léonie Schütz) und Barbara (Silvana Grellmann) verkörpern deutlich, dass sie an den Rand des Wahnsinns getrieben werden. Ihren Rollen entsprechend korrekt spielen Patrick Streit (Inspektor Troughton) und Sofia Mészâros (Inspektorin Porterhouse) die Gesetzeshüter, die natürlich immer im falschen Moment auftauchen. Leben und weitere Turbulenzen bringt Barbaras Nachbarin Bobby Franklin in Gestalt von Sophie Nyfeler in die Handlung.

Im Bühnenbild wird durch den Farbwechsel in der Bühnenmitte angedeutet, dass das Stück gleichzeitig in zwei Wohnungen spielt. Wie vom Autor gefordert, sind in manchen Passagen beide Haushaltungen gleichzeitig auf der Bühne, durchmischen sich sogar, ohne die Personen des anderen Haushaltes wahrzunehmen. Für die Technik zeichnet Melina Maspero verantwortlich.

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