Solothurner Fasnacht
Tausende sorgen für fulminanten Fasnachtsauftakt – Polizei beobachtet: «Die Chesslete erlebt einen Aufschwung»

Tausende in weisse Nachthemden gekleidete Narren mit weisser Zipfelmütze auf dem Kopf und rotem Halstuch rissen Honolulu mit viel Lärm aus dem Schlaf.

Pius Rüegger
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Chesslete 2019 in Solothurn
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Chesslete 2019 Tausende machten wiederum Lärm, um den Winter zu vertreiben
Chesslete 2019
Chesslete 2019
Chesslete 2019 Grosse Rätsche, grosser Lärm
Chesslete 2019 Die Riesenrätsche ist all Jahr präsent
Chesslete 2019
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Chesslete 2019 Den Kronenstutz hinauf
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Chesslete 2019 Gehört zum Outfit: Weisses Chesslerhemd, weisse Kappe und ein rotes Halstuch
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Chesslete 2019 Solothurn
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Chesslete 2019 in Solothurn

michelluethi.ch

«Öppe so» stellt man sich eine Jahrhundertchesslete vor. «Es hatte unglaublich viele Leute, beide Brücken waren besetzt, als wir durch die Vorstadt gingen», bestätigte Marco Lupi, der Oberchessler der Narrenzunft Honolulu. Schier endlos wälzte sich der weisse Chesslerzug durch die engen und weniger engen Gässchen und Gassen. «Die Leute kamen aus allen Löchern und das Wetter stimmte», so Lupi weiter. «Die Route war gut gewählt», lobte ihn Stadtpräsident Kurt Fluri.

Idealer hätte sich dieser frühmorgentliche fulminante Fasnachtsauftakt nicht abwickeln können! Dies widerspiegelt sich auch in den Beobachtungen der Stadtpolizei, die übrigens mit den Velos unterwegs war, um eine bessere Übersicht zu erhalten. «Die Chesslete erlebte einen Aufschwung, beim Bieltor dauerte der Vorbeizug eine halbe Stunde in 15-er- bis 16-er Reihen», stellte Einsatzleiter Feldweibel Konrad Müller fest.

«Dieses Jahr sind die Leute früher, schon ab zwanzig nach Vier gekommen, wobei wir zwei, drei Jugendliche wegen Musikboxen sowie ein paar schreiend Lärmende zurechtweisen mussten», vermeldete Müller. Zudem: «Bei den Beizen funktionierten die Öffnungszeiten, und es waren sehr wenig Alkoholisierte unterwegs».

Chesslerlärm und Tü-Ta-To

Die Stimmung war entsprechend locker. Alle liessen sich anstecken. Auch diejenigen, die sich das einzigartige Spektakel am Strassenrand meist weissgewandet und nur in Minderzahl in Zivil zu Gemüte führten.

Allerdings hatten es Sänger schwer, sich gegen die traditionellen Instrumente wie Kuhglocken, Hörner, Rätschen, Blechdosen und -fässer und so fort durchzusetzen. Das gelang einzig dem Postauto, das sich in der Vorstadt mit ebenso traditionellem Tü-Ta-To durch die Chesslermenge zum Hauptbahnhof vordrängte, aber dafür «Danke» ins Display für die frei gemachte Durchfahrt schrieb.

Als die Fackeln angezündet waren und der Startböller um genau fünf Uhr ertönte, gingen die Chesslerinnen und Chessler jeglichen Alters auf diesen einmaligen Stadtrundgang. Hinter dem Oberchessler schlängelte sich der Zug aus der Friedhofgasse via Bieltor, durch die St. Urban-, Barfüsser- und Eselsgasse zur Kathedrale.

Fitness war gefragt

Dann gings den Chronestutz hinunter durch die Theatergasse zum Landhausquai. Die Vorstadt bis zur Hauptbahnhofstrasse und zur Kreuzackerbrücke wurde ohne seitliche Umwege durchschritten. Dafür fiel der Schluss der Chesslete originell aus: Zuerst konditionsfördernd diesmal den Chronestutz hinauf durch die Hauptgasse, die Schaalgasse hinab und rechts durch die Löwengasse zum Stalden, aber nicht direttissima zum Säulimäret, sondern rechts durch diesen Teil der Hauptgasse zur Pfisterngasse.

Nach 55 Minuten war die Zeit gekommen, mit tiefsinnigem Blick in die langsam auslöschenden Fackeln zu reflektieren, um sich auf die wohl verdiente Gratis-Mehlsuppe in einem der verschiedenen Kulinariktempel einzustimmen.

Und was tut man nach der Chesslete? Da stärkt sich (zumindest ein Teil der Teilnehmer) am Aaremürli.

Und was tut man nach der Chesslete? Da stärkt sich (zumindest ein Teil der Teilnehmer) am Aaremürli.

Lea Durrer

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