Fasnacht

Tausende Solothurner Chessler läuten fünfte Jahreszeit ein

Die Solothurner Fasnacht ist eröffnet. Am Donnerstagmorgen sind Tausende Chessler durch die Stadt Solothurn gezogen und haben die närrischen Tage eingeläutet.

Pünktlich zu Beginn der traditionellen Chesslete um 5 Uhr in der Früh hörte es auf zu regnen. Dies scheinbar dank dem Stadtpfarrer: «Ab fünf Uhr war es perfekt, denn unser neuer Stadtpfarrer Niklas Raggenbass hat dazu alles in die Wege geleitet», resümiert Oberchessler Reto Stampfli.

Der Oberchessler führte die 3000 bis 4000 Fasnächtler aus Solothurn und der Umgebung in der morgendlichen Dunkelheit durch die Stadt.

Die Umzugsroute war innovativ:

Zuerst traditionell ging es von der Friedhofgasse via Hintere Gasse, ober- und unterhalb am Rathaus vorbei nach Märetplatz und Chronestutz überraschend links zum Rötibrücke-Fussgängersteg. Wer nun glaubte, es gehe den Kreuzacker entlang in den Unteren Winkel, sah sich getäuscht.

Stampfli bog zur KV-Schule ab und vor dieser rechts in die Kreuzackergasse. «Wir haben in der Vorstadt in einer Gasse gechesselt, die wohl die meisten gar nicht kannten», freute sich der Oberchessler diebisch. Weniger innovativ war der Gang durch die Berntorstrasse. Die Test-Strassenverengungselemente erwiesen sich nämlich als Stolpersteine, die etliche unfreiwillig unalkoholisiert ins Wanken und Kopfschütteln brachten.

Aus aller Sicht ein gelungener Start

Wieder innovativ wollte Stampfli aufzeigen, wie sich die sich selbst pensionierte Guggageri-Gugge im Musikhaus Amweg an der Gerberngasse auf ihren SchmuDo-Rundgang vorbereitet. Dann ging es zurück auf den Säulimäret.

Um 6 Uhr war es mit dem Lärm in der Stadt vorbei und die Chessler zogen sich für eine wohlverdiente Gratis-Mehlsuppe in 26 Beizen zurück - oder gönnten sich draussen einen Morgentrunk.

Solothurner Chesslete 2014

Video der Chesslete

Nach dem regentropfenden Nervenflattern war es ein geglückter Auftakt in die honolulesische Fasnacht 2014. Dieser Auffassung schliesst sich auch die Stadtpolizei an. Ihr Vize-Kommandant Walter Lüdi sprach von einem gelungen und guten Start; auch die Beizen hielten sich an die Öffnungszeiten. «Unsere Patrouillen gaben durchwegs positive Rückmeldungen; es war auch im Vorfeld sehr ruhig, ohne Betrunkene und Sachbeschädigungen, und es ist immer schön, wenn wir nicht intervenieren müssen», fasste Lüdi zusammen.

Übrigens, der Durchmarsch beim Bieltor dauerte 25 Minuten. Dies ist für die Stadtpolizei ein Indiz, dass es eine grosse Chesslete war.

Knapp 1000 fuhren mit dem Bus

Knapp Tausend Personen fuhren mit einem der zehn Extrabussen des Busbetriebs Solothurn und Umgebung BSU ab 4.30 Uhr an die Chesslete, wie das Unternehmen mitteilt. (Pius Rüegger/ldu)

So laut ist die Chesslete in Solothurn

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