Digitaler Leuchtturm
Tablet-Projekt der Stadt Solothurn wird als gewinnbringend erachtet

Über 250 Stadtsolothurner Primarschülerinnen und -schüler in Solothurn arbeiten seit der Lancierung des Projekts im Jahr 2014 mit Tablets. Die Erfolge sind eindeutig – die Herausforderungen auch.

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Zahlreiche Primeler arbeiten in der Schule schon mit Tablets. (Archiv)

Zahlreiche Primeler arbeiten in der Schule schon mit Tablets. (Archiv)

Sophie Rüesch

Mobile Geräte, ständiger Internet-Zugang, Social Media – die Schulen sind mit einem veränderten Alltag der Schülerinnen und Schüler konfrontiert. Doch wie begegnet man als Schule dieser neuen Situation? Dieser Frage stellten sich die Stadtschulen Solothurn mit diesem Projekt.

«Wir haben uns für eine innovative Strategie entschieden. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen die digitalen Möglichkeiten des Lernens im Rahmen des Unterrichts erfahren. Schritt für Schritt werden die Klassen mit Tablets ausgerüstet und die Unterrichtssequenzen entsprechend gestaltet», erklärte Schuldirektorin Irène Schori am Mittwochabend am Informationsanlass über die Erfahrungen mit «Lernen mit Tablets» in Solothurn.

Einsatz von Tablets an Solothurns Stadtschulen v.l.n.r. - Stanley Schwab, Dozent FHNW für Medienpädagogik, zuständig für ICT-Entwicklungskonzept des Kantons Solothurn - Thomas Bitterli, Schulleiter Fegetz und ICT-Verantwortlicher der Stadtschulen Solothurn - Matthias Steinmann, Primarlehrer Stadt Solothurn - Andreas Walter, Chef kantonales Volksschulamt - Doreen Prasse, Dozentin für Lernpsychologie an der PH Schwyz - Martin Kathriner, Leading Public Affairs and Citizenship bei Samsung Schweiz - Irène Schori, Schuldirektorin Stadt Solothurn - Kurt Fluri, Stadtpräsident von Solothurn

Einsatz von Tablets an Solothurns Stadtschulen v.l.n.r. - Stanley Schwab, Dozent FHNW für Medienpädagogik, zuständig für ICT-Entwicklungskonzept des Kantons Solothurn - Thomas Bitterli, Schulleiter Fegetz und ICT-Verantwortlicher der Stadtschulen Solothurn - Matthias Steinmann, Primarlehrer Stadt Solothurn - Andreas Walter, Chef kantonales Volksschulamt - Doreen Prasse, Dozentin für Lernpsychologie an der PH Schwyz - Martin Kathriner, Leading Public Affairs and Citizenship bei Samsung Schweiz - Irène Schori, Schuldirektorin Stadt Solothurn - Kurt Fluri, Stadtpräsident von Solothurn

Marc Henzi

Gestartet wurde das Projekt Anfang 2015 mit allen 3. Klassen. Neben den technischen Hürden lag die wichtigste Priorität bei der Weiterbildung der Lehrpersonen. Viele von ihnen mussten von Grund auf den Umgang mit dem digitalen Unterrichtsmittel erlernen. Dabei stand nicht nur das technische Verständnis im Fokus. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist, dass die Lehrpersonen den pädagogischen Ansatz von den Einsatzmöglichkeiten der Tablets im Unterricht kennen.

21 Bilder
In der dritten Primarklasse im Schulhaus Vorstadt Solothurn werden Tablets eingeführt
 Klassenlehrerin Katharina von Arx
 Klassenlehrerin Katharina von Arx
 Klassenlehrerin Katharina von Arx

Hansjörg Sahli

Inzwischen arbeiten über 250 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrpersonen täglich mit den Geräten. Bis Ende 2017 werden es über 500 involvierte Lernende sein. «Als Volksschulamt sind wir erfreut über das Tablet-Projekt der Stadtschulen Solothurn. Dieses schliesst nahtlos ans kantonale myPad Projekt an und ist schweizweit als 1:1-Computing-Projekt richtungsweisend im Bereich Informatische Bildung und Unterrichtsentwicklung», fasst der Leiter des Volksschulamtes Andreas Walter zusammen.

Der Projektpartner Samsung Schweiz übernimmt im Rahmen des Corporate Citizenship Programmes die Ausrüstung der rund 500 Schülerinnen und Schüler. Doch was bringt der Einsatz von Tablets im Unterricht effektiv?

In einem Forschungsprojekt begleitet Doreen Prasse von der Pädagogischen Hochschule Schwyz mehrere Tablet Schulen, darunter auch das Projekt der Stadtschulen Solothurn. Die Ergebnisse des ersten Zwischenberichtes sind positiv: Der Einsatz von digitalen Geräten wird von allen Seiten als gewinnbringend erachtet. (egs)