Förderpreis
Synchronschwimmerinnen des SCSO für «Jugendprojekt des Jahres 2015» ausgezeichnet

Die Jugendkomission überreichte den «Wasser-Ballerinen» am Mittwoch den Förderpreis. Zum 11. Mal wurde ein Preisgeld von 1'111 Franken vergeben.

Andreas Kaufmann
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In Rot-Weiss die siegreichen Synchronschwimmerinnen, daneben (v.l.) Remo Streit (Monday’s Kulturmanagement) und vier der städtischen Juko-Mitglieder.

In Rot-Weiss die siegreichen Synchronschwimmerinnen, daneben (v.l.) Remo Streit (Monday’s Kulturmanagement) und vier der städtischen Juko-Mitglieder.

Andreas Kaufmann

Seit es den Aktionsmonat «Platz da?!» gibt, nutzt auch die Jugendkommission (Juko) die Gunst der Stunde, um sich anlässlich einer «Platz-Sitzung» der Öffentlichkeit vorzustellen – vor allem aber, um das «Jugendprojekt des Jahres» zu küren. Die Gewinner vorweg: Das Rennen machten die 45 aktiven Synchronschwimmerinnen des Schwimmclubs SCSO. Sie setzten sich damit gegen die Kinderdisco von Monday’s Kulturmanagement durch.

Eine Delegation der Synchronschwimmerinnen – darunter auch das A-Team, das den Schweizer Vize-Meister-Titel trägt – nutzte auf dem Amthausplatz die Gelegenheit zur Präsentation: Mit «Ballett im Wasser» lasse sich die Sportart bezeichnen, erfordere Kraft, Flexibilität, Koordination, besteche aber gerade bei den Kostümen auch durch Ästhetik.

Jahreshöhepunkt ist jeweils die Synchro-Show im Dezember – mit einem Wettkampf- und einem Showteil. Nicht weniger wichtig aber die Jugendarbeit von Remo Streit und Christoph Stapfer, die unter dem Namen Monday’s Kulturmanagement vor anderthalb Jahren eine Kinder-Disco lancierten.

Denn: In seiner Begrüssungsrede verwies Juko-Präsident Pascal Walter auf die Ausstrahlung des Preises: «Uns ist bewusst, dass wir nur ein Projekt zum Sieger erklären können. Trotzdem soll unser Preis auch als Anerkennung für alle anderen engagieren Personen gelten.»

Hauptproblem: Bekanntheitsgrad

Der Förderpreis wurde damit bereits zum elften Mal vergeben. Für musikalische, sportliche, soziale und künstlerische Projekte kamen in den vergangenen Jahren unterschiedliche Institutionen in die Kränze: So die Jungschar Solothurn, das Theater Mausefalle, die Pro Juventute, die Kulturfabrik Kofmehl, der Chor der Fachmittelschule Solothurn, die Tanzschule Actin’ Poetry, die Jugendarbeit der Reformierten Kirche Solothurn, der Antira-Cup, das Kultuhrwerkzelt an der HESO, sowie der Stadtführer «von Kindern für Kinder».

Insgesamt steht der Jugendkommission jährlich ein Projektfonds von 25'000 Franken zur Verfügung. «Im Schnitt unterstützen wir damit rund zehn Projekte», erklärt Juko-Präsident Walter. 1'111 Franken sind zudem dem Projekt des Jahres zugedacht. «Dieser Preis wurde ins Leben gerufen, um ein besonderes Projekt zu unterstützen, das vielleicht nicht zu 100 Prozent unserem Förderreglement entspricht», sagt Walter.

«Wir berücksichtigen dabei Projekte, die selbst bereits ein Gesuch gestellt haben, egal ob es gutgeheissen wurde; oder aber solche, die nicht einmal wissen, dass es diesen Preis gibt.» Der mangelnde Bekanntheitsgrad sei denn übrigens genau auch das Hauptproblem, mit dem die sieben Kommissionsmitglieder zu kämpfen haben. «Wir müssen die Werbung noch breiter streuen, beispielsweise bei Schulen», weiss Walter. «Gerade Jugendliche erfahren oft nur per Zufall vom Projektfonds. Oder dann, weil sie beispielsweise am Jugendtreff im Alten Spital davon gehört haben.»

Dass durch den Preis auch andere Jugendliche und Kinder auf die städtischen Fördermittel aufmerksam werden, ist aus Sicht der Juko durchaus ein gewünschter und erhoffter Nebeneffekt. Denn längst nicht jedes Jahr werden die 25'000 Franken auch restlos ausgeschüttet. «2015 war seit langem das erste Jahr, in dem wir den ganzen Betrag verwendet haben.»

Zudem ist die Juko eines der wenigen Organe der Stadt, dessen Jahresbudget nicht verfällt und somit geäufnet werden kann. Die Überlegung dahinter: Nur weil in einem Jahr weniger Projekte eingegeben werden, soll der Unterstützungsbetrag nicht verfallen. Bei der Juko herrscht deswegen aber alles andere als eine Hamstertaktik: «Wir haben in einzelnen Jahren auch schon auf die Fondsgelder verzichtet, weil wir aus den Vorjahren genügend in der Kasse hatten», so Pascal Walter.