Die SVP tut es der SP gleich: Ihre Vernehmlassungsantwort zur Fusion Top 5 kommt nicht in Form des offiziell vorgegebenen Fragebogens daher, sondern auf eigenem Parteipapier. Ein kleiner Protestakt: Ebenso wie schon die Sozialdemokraten in ihrer Vernehmlassung wehrt sich damit nun auch die Volkspartei gegen die Aufmachung des Fragenkatalogs.

«Dieser hat weniger mit politischer Vernehmlassung, mehr aber mit einer Konsumentenumfrage zu tun, dank welcher ein minderwertiges Produkt mittels verbesserter Verpackung doch noch verkaufsfähig gemacht werden soll.» Kritisiert werden darin auch die «Art der Propaganda» und die Kosten für die Werbung: «Mit teurem Geld erstellte Prospekte wurden an alle Haushalte der betroffenen Gemeinden verschickt – mit Slogans, die die Intelligenz der Bürger strapazieren.» So verlangt die SVP auch die Offenlegung der Studien- und Publikationskosten und die «Aufklärung über die Verantwortlichkeiten der eklatanten Mängel dieser Arbeiten.» 

Nahtlos geht die Kritik bei inhaltlichen Mängeln weiter. So fehlten klare Aussagen zu wesentlichen Bereichen wie der Feuerwehr, der Polizei, der Verwaltungsstruktur der Gemeinde und dem Steuerfuss. «Zu behaupten, dass die Präzisierung dieser Bereiche Aufgabe der neuen Gemeinde sei, kommt der Forderung nach einem Blankoscheck gleich» und veranlasse die Stimmbürger dazu, «die Katze im Sack zu kaufen». Punktuell wird die Garantie der Besitzstandswahrung für die Mitarbeiter über vier Jahre kritisiert. Damit werde der einzige mögliche Mehrwert der Fusion, also der baldige Wegfall möglicher Doppelspurigkeiten in der Verwaltung, infrage gestellt.

Die SVP wehrt sich auch gegen eine variable Geometrie der neuen fusionierten Gemeinde und gegen Varianten einer Fusion, die nicht alle fünf Gemeinden umfasst: «Wenn diese Fusion wegen der Ablehnung einer Gemeinde scheitert, ist das Projekt gescheitert.» Einer Teilfusion würde die demokratische Legitimität fehle. Ferner stellt die Partei in ihrer Vernehmlassung Aussagen aus den Infoprospekten in Abrede, wonach durch die Fusion mit mehr Lebensqualität oder mehr Arbeitsplätze gerechnet werden darf.

Während eine allfällige Gegnerschaft auf städtischem Boden noch nicht aus der Deckung gekommen ist, spricht die SVP bereits klare Worte: «Wir werden die Kräfte, die sich gegen dieses Projekt wehren, unterstützen.»