Wochenlang mussten die Café-Gäste der Suteria mit einem weissen Partyzelt auf dem Kronenplatz vorlieb nehmen – ab sofort gibts wieder «Kaffee und Kuchen» im völlig umgebauten Café. «Zuerst wollten wir nur sanft renovieren – das Mobiliar auffrischen und fertig.» Michael Brüderli, Geschäftsführer der Suteria, schaut ringsum in das neu eingerichtete Café. «Doch dann hatten wir das Ziel, hier eine Wohlfühloase zu schaffen.»

Ein Wohnspezialist musste her und wurde mit Beat Leuenberger, Geschäftsführer des Inneneinrichters Teo Jakob, gefunden. «Er gilt als Koryphäe», verweist Brüderli auf Umbauten wie im «Tiger» oder der «Gassbar». Wichtigste Änderung: Die hufeisenförmige Bar in der Mitte des Cafés musste weichen. «Sie hatte den Nachteil, dass das Personal die Gäste im Rücken manchmal nicht wahrnahm.»

Michael Brüderli erklärt, was in der Suteria neu gemacht wurde

Michael Brüderli erklärt, was in der Suteria neu gemacht wurde

Doch neu können wesentlich mehr Gäste als zuvor von einer überhöhten Position aus den Rest des Raums überblicken - zwei lange, hohe Tische mit einer langen überhöhten Sitzbank an der Wand und eine Bestuhlung mit Barhocker-Mass sorgen in der Westhälfte des Cafés für ein ganz neues Gastgefühl. «Damit können wir auch die Abläufe optimieren, denn es gibt für uns kürzere Wege», ist Brüderli überzeugt.

Nicht nur die Optik wurde mit den neu marmorierten Säulen, den originellen Spiegelwänden und saisonal auswechselbaren Bildern aufgepeppt, sondern auch die Akustik massiv verbessert. «Der ganze Raum wurde von einem Spezialisten vermessen und eine Akustikdecke eingezogen», verweist Michael Brüderli auf ein vorheriges Übel in so manchem Restaurant: einen sich überschlagenden, ärgerlich hohen Geräuschpegel durch diskutierende Gäste.

Bald auch in Langenthal

Auch das Verkaufsgeschäft wurde ins neue Erscheinungsbild einbezogen, vor allem der Eichenboden durchgängig verlegt. «Vor vier Jahren haben wir auch unsere Filiale in Olten auf Vordermann gebracht», blickt Brüderli jetzt mit Genugtuung auf den sechswöchigen Umbau in Solothurn zurück - den ersten nach 19 Jahren. Mit dem Solothurner Zweitgeschäft an der Schmiedengäste und der Produktion im Grabacker beschäftigt das Suteria-Imperium 80 Angestellte, verteilt auf 55 Vollzeitstellen.

Darunter auch acht Lehrlinge, denn auf die Ausbildung von qualifiziertem Berufsnachwuchs legt die Confiserie grössten Wert.

Bald wird die Suteria auch in einer dritten Standortgemeinde vertreten sein. «Wir hoffen, im November ein weiteres Geschäft in Langenthal eröffnen zu können», erklärt Michael Brüderlir. «Wenn es mit der Denkmalpflege klappt, sollte der Umbau der alten Bären-Scheune im April beginnen können», meint der Geschäftsführer. Denn Wachstum sei nur noch mit neuen Standorten möglich, beurteilt er den Geschäftsgang in seiner Branche nicht zuletzt wegen des Trends zum Einkaufen im Ausland nur verhalten optimistisch.