Solothurn

Suteria bäckt selber kein Brot mehr, macht dafür aber mehr Torten

Michael Brüderli, CEO Suteria, und Markus Hunziker, Geschäftsführer Archer Beck, arbeiten jetzt zusammen.

Michael Brüderli, CEO Suteria, und Markus Hunziker, Geschäftsführer Archer Beck, arbeiten jetzt zusammen.

In den Filialen der Suteria in Solothurn findet man neu Brote des Archer Beck, dieser verkauft seinerseits jetzt süsse Kreationen der Suteria.

Seit rund 30 Jahren kennen sich Michael Brüderli und Markus Hunziker. Ersterer ist der CEO der Confiserie Suteria, der Zweitgenannte führt die Bäckerei Archer Beck, zu der das Römercafé gehört. Der Lockdown im Frühling hat nun dazu geführt, dass sich die beiden nicht nur freundschaftlich trafen, sondern auch geschäftlich. Um miteinander zu diskutieren, ob sie ihre Kräfte bündeln und damit beide besser durch die Krise kommen können.

Das Resultat dieser Gespräche ist für die Kundinnen und Kunden seit einigen Wochen in den Läden sichtbar. In der Bäckerei, die Hunziker in Arch führt, gibt es neu etwa Solothurner Torten zu kaufen, und die Suteria hat auf einmal neue Brote im Angebot, die es zuvor exklusiv in Arch gab. So etwa die patentierten Brote «Römerbrot» und «Ziegubrot».

Suteria betreibt keine eigene Bäckerei mehr

«Wir haben beschlossen, dass wir uns beide auf unsere jeweiligen Stärken besinnen», erzählt Michael Brüderli. Jene des Teams um Hunziker liege bei den Backwaren, «wir sind im Confiserie-Bereich stark». Profitieren davon könnten jetzt die Kunden, die jetzt die besseren Brote, respektive süsse Kreationen, im Laden finden. Und so kommt es, dass die Suteria kein eigenes Brot mehr bäckt, wie das etwa Anfang Jahr noch der Fall gewesen ist. «Wir hatten zuvor eine Bäckerei, die den Namen eigentlich nicht verdient», sagt Brüderli.

Es wurde allerdings keine Arbeitsstelle gestrichen. Denn jene Person, die bis anhin alleine für die Brotwaren zuständig war, hilft jetzt im Confiseriebereich mit, wo es nun durch die Zusammenarbeit mehr als vorher zu tun gibt. Auch die Bäckerei in Arch kann profitieren: «Vor unserer Zusammenarbeit waren wir wegen der vielen Events, die abgesagt wurden und die wir sonst mit unseren Waren hätten beliefern können, unterbelastet. Nun haben wir durch die zusätzlichen Brote, Gipfeli und Weggli wieder mehr Arbeit.»

Zwar ist die Zusammenarbeit in der Krise zustande gekommen, doch Brüderli und Hunziker sind sich einig, dass diese auch nach dem Ende der Coronapandemie weitergeführt werden soll. Man denkt gar darüber nach, wie diese noch weiter ausgebaut werden könnte. Etwa im Bereich der Lehrlingsausbildung, auf die beide Betriebe grossen Wert legen und deren Auszubildende dementsprechend viele Auszeichnungen abräumen. So können sich die Unternehmen vorstellen, dass man wie ein Austauschprojekt untereinander aufziehen könnte, von dem die Lehrlinge beider Betriebe profitieren würden.

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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