Solothurn

Südliche Bahnhof-«Skyline» steht vor Auffrischung

Visualisierung der Blöcke Zuchwilerstrasse 41 und 43 in dereinst neuem Kleid

Visualisierung der Blöcke Zuchwilerstrasse 41 und 43 in dereinst neuem Kleid

Bei der Liegenschaft Zuchwilerstrasse 41/43 im Süden des Hauptbahnhofs Solothurn steht unter anderem eine Fassadensanierung an. Denner zügelt und baut um.

Einiges an Auffrischung bringt der nahende Lenz mit sich – bei den beiden Blöcken Zuchwilerstrasse 41 und 43 am südlichen Ausgang der Hauptbahnhofunterführung beispielsweise. Die in die Jahre gekommene, heute wenig ansehnliche Fassade soll – das Parterre vorerst ausgenommen – saniert werden, und zwar in den kommenden Wochen.

ZUchwilerstrasse 41

So sieht es an der Zuchwilerstrasse 41 noch aus.

ZUchwilerstrasse 41

Darüber informierte auf Anfrage Lars Egger, Geschäftsleitungs-Vorsitzender der dort ansässigen Espace Real Estate AG. Der Immobilienanlagegesellschaft gehören je rund zwei Drittel der beiden Blöcke, wie Egger bekannt gibt. Ferner zählen mehrere Stockwerkeigentümer zur Besitzerschaft des Gebäudekomplexes. Genau dieses Geflecht an Eigentumsverhältnissen hat es bislang erschwert, Erneuerungen der Liegenschaft überhaupt zu planen.

Egger zeigt sich indes umso erfreuter über das gute Einvernehmen, das man nun im Hinblick auf eine Sanierung mit allen Stockwerkeigentümern pflege. Für die Einheiten, die Espace Real Estate selbst gehören, ist indes ein besonderer Prozess im Gange. «Bereits heute sind viele Ärzte bei uns eingemietet», so Egger. «Und es zeichnet sich immer mehr die Entwicklung eines regelrechten Medizinal-Clusters ab.»

Aus diesem Grund sei man weiter am Aufkauf von Stockwerkeinheiten interessiert, um diese dann zu sanieren und so umzubauen, dass sie als Arztpraxen genutzt werden können. «Wir greifen damit eine ursprünglich natürliche Entwicklung auf.» Auch die Möglichkeit synergetisch geteilter medizinischer Infrastruktur soll dabei zur Diskussion stehen. Eine weitere Vision von Espace Real Estate: im Erdgeschoss eine niederschwellige, sogenannte Walk-in-Praxis auf allgemeinmedizinischer Stufe zu schaffen, denn «das fehlt in Solothurn», so Egger. Vorstellbar wäre auch eine Drogerie oder Apotheke, möglicherweise gar im 24-Stunden-Betrieb.

Auch Denner frischt sich auf

Gleichzeitig kommt auch bei einer bestehenden Mieterin im Erdgeschoss Bewegung auf. Wie einer am Donnerstag erschienenen Baupublikation zu entnehmen ist, zieht die Denner-Filiale «über die Gasse» im Sinne eines Provisoriums in die leerstehende Einheit nebenan, während über einen geschätzten Zeitraum von sechs Monaten (ab dem Zeitpunkt der Baufreigabe) die reguläre Filiale umgebaut werden soll.

Rechts im Bild die reguläre, links die geplante provisorische Denner-Filiale.

Rechts im Bild die reguläre, links die geplante provisorische Denner-Filiale.

Wie das Discounter-Provisorium genau aussehen wird, war seitens Denner nicht zu erfahren. Dort hält man sich mit konkreten Auskünften zurück, bis mindestens die Einsprachefrist verstrichen ist. Wie Egger seinerseits bekannt gibt, wäre künftig neben dem Discounter auch ein regulärer Supermarkt im Erdgeschoss denk- und wünschbar.

Zu den genannten mittelfristigen Entwicklungen kommt das längerfristig angedachte Projekt der Gestaltung eines Bahnhofplatzes Süd hinzu. Wie Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts, bekannt gibt, sei die Stadt mit den Beteiligten – darunter RBS, SBB, Espace Real Estate sowie das Museum Enter – derzeit daran, Bedürfnisse zu klären.

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