Santiago Macias gilt aktuell als einer der spannenden Köche Lateinamerikas. Ihm imponiert in Solothurn der geschichtliche Hintergrund der Stadt. Der in Buenos Aires ansässige Kolumbianer freut sich, erneut am 4. Gustofestival seine Gäste verwöhnen zu dürfen. «Ich will ihnen die Cocina latinoamericana erklären», sieht er seinen aktuellen Einsatz im «Alten Stephan» und in der «Haute Cuisine» des Chuchilade auch als eine Art «gastronomische Weiterbildung» an.

Und eine «Kitchen Party»

Der Zweite im Bunde ist der peruanische Topkoch Anthony Vàsquez. Er schätzt in Solothurn, dass es hier alles auf engstem Raum gibt, «schöne Läden, erlesene Gastronomie und auch sonst alles, was es so zum Leben braucht.» Als Executive Chef führt er gleich zwei Trendlokale des internationalen Kochstars Gaston Acurio in Buenos Aires. «Mir ist es ein Anliegen, die klassische peruanische Küche mit asiatischen Einflüssen zu vereinen» – also Kartoffeln beispielsweise mit raffiniert zubereitetem Fisch zu kombinieren.

«Keine Fusionsküche» sei dies, so Festival-Organisator Boris Walker, der mit seiner Frau Fernanda an den zwei Durchführungsorten an fünf Abenden jeweils zwischen 30 und 90 Gäste empfangen kann. «Nächstes Jahr werden wir das Jubiläum des Gustofestivals wieder in Solothurn zelebrieren.» Zuerst freut er sich jedoch auf die abschliessende morgige «Kitchen Party», die ganz dem lateinamerikanischen Gusto entspricht: Essen, Trinken, Musik in lockerer Atmosphäre. (szr)