Zuchwil
StrongmanRun-Sieger: «Noch zwei Tage nach dem Run war ich total fertig»

Der Zuchwiler Christian Mathys hat heuer den verrücktesten Wettkampf der Schweiz gewonnen. Im Interview erzählt er, wieso er sich am StrongmanRun durch Schlamm gewühlt hat und wie er es schafft, Pilot und Leistungssportler zugleich zu sein.

Joshua Villing
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Christian Mathys aus Zuchwil war der beste am StrongmanRun in Engelberg.

Christian Mathys aus Zuchwil war der beste am StrongmanRun in Engelberg.

Solothurner Zeitung

Christian Mathys, am Wochenende haben Sie es wieder geschafft und den StrongmanRun gewonnen. Was macht für Sie den besonderen Reiz an diesem Wettkampf aus?

Christian Mathys: Der StrongmanRun ist ein sehr spezieller Wettkampf mit vielen coolen Hindernissen, der einfach Spass macht. Es ist immer ein tolles Erlebnis, dabei gewesen zu sein und den Lauf geschafft zu haben. Ausserdem ist der Wettkampf äusserst prestigeträchtig, und es ist eine Ehre sich StrongmanRun-Sieger nennen zu dürfen.

War es von Anfang an ihr Ziel, den Run zu gewinnen?

Ja. Ich habe den Run bereits 2011 gewonnen. Nun habe ich es erneut geschafft. Damit ist die Welt wieder in Ordnung.

Der StrongmanRun

Am StrongmanRun müssen die Teilnehmer eine 18,5 Kilometer lange Strecke zu Fuss hinter sich bringen und dabei 39 Hindernisse überwinden. Angst dreckig oder nass zu werden sollte man dabei keine haben. Denn viele der Hindernisse führen durch den Schlamm oder durchs Wasser.

Allzu sehr wird die Freude über den Sieg deshalb aber wohl kaum getrübt?

Wie gesagt, jetzt da ich mich erneut StronmanRun-Sieger nennen darf, ist die Welt wieder in Ordnung. Es ist einfach ein grandioses Gefühl, diese Herausforderung erneut gemeistert zu haben. Nach dem Wettkampf war ich allerdings extrem erschöpft. Noch zwei Tage danach war ich ziemlich fertig.

Ist der StrongmanRun so anstrengend?

Der StrongmanRun ist extrem anstrengend. Wenn man die Hindernisse hinter sich bringt, rast der Puls in die Höhe. Die Herausforderung ist dann, den Puls beim Laufen wieder herunterzubringen und dabei trotzdem noch schnell zu sein. Bei einem normalen Wettkampf ist die Belastung auch sehr hoch, sie ist aber gleichmässiger verteilt.

Wenn Sie nicht gerade an einem Wettkampf teilnehmen, arbeiten Sie als Linienpilot bei der Swiss. Ist das überhaupt mit Leistungssport vereinbar?

Es ist schwierig, aber es geht. Ich arbeite nur 80%, um genug Zeit für das Training zu haben. Ausserdem muss ich einfach die Disziplin aufbringen, regelmässig zu trainieren. Wenn ich arbeite, trainiere ich oft auch im Ausland während meiner Ruhephase. Dies natürlich immer so, dass ich trotzdem genug Schlaf bekomme.

So ging es am StrongmanRun 2014 zu und her:

Schlammschlacht am StrongmanRun
13 Bilder
Impressionen vom StrongmanRun 2014 in Engelberg.
Impressionen vom StrongmanRun in Engelberg.
StrongmanRun in Engelberg.
Impressionen vom StrongmanRun in Engelberg.

Schlammschlacht am StrongmanRun

zvg