Märet-Fescht

Statt Party gibts dieses Jahr wohl nur Risotto im Kollegiumshof

Das neue OK des Solothurner Märet-Feschts und die teilnehmenden Vereine tauschten sich über das Fest aus. Im Kollegium werden dieses Jahr wegen der Umbauarbeiten im Stadttheater keine Partys stattfinden.

Das Märet-Fescht-OK wurde gesamthaft ersetzt und wird neu präsidiert durch Chris van den Broeke, dem Geschäftsführer des Zunfthaus zu Wirthen. «Wir haben da eine rechte Kiste übernommen», stellte er zuerst einmal nüchtern fest und dann seine OK-Mitglieder vor (vgl. Kasten).

Anwesend war im Wirthensaal auch Willy Reinmann, Geschäftsführer der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn (SGSo), welche die Neubesatzung der OKs als Dachorganisation ausgeschrieben hatte. «Warum wurde gleich das ganze OK ausgewechselt?», war denn auch eine Frage aus der Runde der Vereinsmitglieder.

Van den Broeke informierte, das bisherige OK unter Marco Lupi sei ein Team gewesen, das zusammen angegefangen habe und nach drei Jahren auch wieder zusammen aufhören wollte. Für ein viertes Jahr habe man das OK nochmals gewinnen können, «nicht aber für ein Fünftes.»

Baustelle sorgt für Stirnrunzeln

Einen leichten Start hat der neue OK-Chef keineswegs, denn er musste gleich einmal mit Bad News aufwarten. «Wegen der Baustelle des Stadttheaters ist ein grosser Teil des Programms im Kollegiumshof nicht mehr möglich», musste Chris van den Broeke eine Reduktion des Festareals in Aussicht stellen So wie es aussehe, werden wohl nur noch die Risottorührer unter den Platanen hinter der Jesuitenkirche bleiben können - was für diese kein Problem zu sein scheint.

Ehe Mühe hatten Vereinsvertreter, die sich bisher dort wohlgefühlt hatten. Die Standortsdiskussion - bei den teilnehmenden Vereinen so alt wie das Märet-Fescht - war voll lanciert. Auf dem Klosterplatz sei die Stadtmusik «nicht unglücklich», wenn man nicht mehr dort wirten müsste - übrigens ist der dortige, bisherige Vertrag mit der Eichhof-Brauerei ausgelaufen, ergänzte van den Broeke auf eine Frage. Immerhin will der FC Post unterhalb von St. Ursen nicht mehr am Märet-Fescht teilnehmen, womit etwas «Spatzig» entstehen würde.

Kein Thema war ein nochmaliger Versuch, das Fest bis in die Vorstadt auszudehnen, nachdem die Handballer des TV Solothurn vor wenigen Jahren vor dem Gewerbeschulhaus ein Frust-Ergebnis eingefahren hatten. Aufgeworfen wurde der Standort Kollegiumshof in der Goldgasse, und ebenfalls in der Diskussion tauchte die Frage auf, was mit der bisherigen Festfläche der Bäckerei Trüssel am Friedhofplatz passieren werde - bekanntlich hatte ja Ueli Trüssel seinen dortigen Betrieb aufgegeben und sein Haus verkauft.

Grosse und kleine Sörgeli

«Das Mehrwegbecher-System wird beibehalten», wusste der OK-Chef weiter - will es aber mit der Bärenbach AG einfacher handhaben. Die Standmieten würden «wohl nicht mehr die gleichen wie bisher» sein, orakelte Chris van den Broeke weiter und bestätigte gleichzeitig, dass es unterschiedliche Ansätze je nach Standort gebe.

So ist offenbar der Kronenplatz ein eher teureres Pflaster. Sorgen der Vereine nahm van den Broeke ebenfalls entgegen: Irritierende Polizei-Anweisungen wegen der zeitlichen Ausdehnung des Musikbetriebs auf dem Friedhofplatz oder ebenfalls dort Reklamationen wegen Behinderung eines Geschäfts waren die Themen, aber auch die Anlieferung von Eis, die zentralisiert werden sollte. Ein zentrales Thema wird am 20./21. Juni jedoch die Fussball-WM sein: «Ab 21 Uhr gibts auf dem Märetplatz Fussball statt Konzerte», kündete der OK-Chef an.

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