Stadttheater Solothurn

Stadttheater wird durch Umbau zur Freilichtbühne

Welche Bühnen werden diese hier für anderthalb Jahre ersetzen?

Welche Bühnen werden diese hier für anderthalb Jahre ersetzen?

Für die Zeit des Theaterumbaus sind aktuell bereits vier alternative Spielorte unter Dach und Fach. Mit einem Freilichttheater und anderen Ideen will man zudem neues Bühnenpublikum gewinnen.

Mit der angelaufenen Spielzeit 2012/13 rückt auch das vorläufige Ende des regulären Stadttheater-Betriebs immer näher: Ab Juni 2013 gehen im Theatersaal die Lichter aus, und die Sanierung des Traditionshauses beginnt. Damit der Betrieb während der voraussichtlich anderthalb Jahre dauernden Auszeit anderswo weitergeführt werden kann, stehen seitens Stadt knapp 1,2 Mio. Franken für die Auslagerung zur Verfügung.

Geld, dessen nähere Bestimmung nun nach und nach klar wird. Wie Andrea Lenggenhager, Leiterin des Stadtbauamts betont, stecke man aber noch für alle Spielorte mit den Verantwortlichen in Abklärungen.

Währenddem aber schon die Rythalle, und für die Musiktheater das Stadttheater Biel als Alternativspielorte seit einiger Zeit praktisch gesetzt sind, stehen die Verhandlungen mit zwei weiteren Institutionen auf städtischem Boden kurz vor dem Abschluss. Näheres dürfte in den kommenden Tagen oder Wochen seitens Theaterleitung bekannt werden.

Als vierter Standort fürs Schauspiel-Programm steht bereits fest: der Zeughausplatz. Dort soll unter der Ägide des Theaters selbst ein Freilufttheater stattfinden. Dies bestätigte Theaterdirektor Beat Wyrsch auf Anfrage. Ganz vom Tisch sei hingegen ein mögliches mobiles Theaterzelt.

«Auslagerung ist kein Hindernis»

«Insgesamt bieten die alternativen Spielorte eine tolle Abwechslung», ist indes Katharina Rupp, künstlerische Leiterin Schauspiel, überzeugt. Zwar bestätigt sie Mehraufwand bei der logistischen und organisatorischen Vorarbeit: «Das ist aber kein Hindernis im eigentlichen Sinne.» Auf die neuen Gegebenheiten habe man sich bereits gut vorbereitet. Ausserdem bestehe so die Chance, neben der bisherigen Barockbühne mal andere Bühnen kennenzulernen. «Und dann können wir die Situation dazu nutzen, neben unserer Kernkundschaft neue Zielgruppen fürs Theater zu gewinnen», so Rupp weiter.

Sie verspricht sich insbesondere Synergien mit jenen Institutionen, die die Alternativstandorte zur Verfügung stellen. Und: Für die ausgewählten Spielorte stelle sich gerade auch die Frage, ob man gar inhaltliche Anpassungen am Programm vornehmen könnte, sprich: Stücke zeigen, die zum Ort passen. Weiter im Gespräch ist das Parktheater Grenchen sowie weitere Spielorte in der Region. Und neben den Musiktheatern in Biel, die per Shuttlebetrieb bedient werden, sollen vereinzelt auch in Solothurn Musiktheater zu hören sein. Für die ganze Theateradministration während der Sanierung sei die stadteigene Villa an der Gibelinstrasse vorgesehen.

1,2 Mio. Franken sind gesetzt

Zurzeit ist nicht abzuschätzen und gemäss Lenggenhager «Spekulation», ob und wie stark die im Theatersaal neu entdeckten Malereien die Sanierung und damit auch die Theaterauslagerung finanziell und terminlich beeinträchtigen könnten. Wie sie erinnert, machten Mängel in Sachen Brandschutz, Statik und Behindertengerechtigkeit Optimierungen im Theatersaal nötig. «Die Funde schufen dann aber eine ganz neue Ausgangslage. Zurzeit sind wir mit sämtlichen Beteiligten, Fachplanern und Verantwortlichen der Ämter an den Abklärungen und an der Überarbeitung des Theatersaals dran.» Am Kredit über knapp 1,2 Mio. Franken für die Auslagerung wird jedoch nicht gerüttelt: «Dieser gilt als Vorgabe und muss eingehalten werden», verdeutlicht Lenggenhager.

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