Löhne
Stadtpräsident Kurt Fluri wird von «Weltwoche» als Abzocker dargestellt

Der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri ein Abzocker? Fluri sei nach den Bundesräten der bestbezahlte Politiker der Schweiz, schreibt die «Weltwoche». Er verdient insgesamt stolze 378'975 Franken im Jahr.

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Stadtpräsident Kurt Fluri verdient am meisten. (Archiv)

Stadtpräsident Kurt Fluri verdient am meisten. (Archiv)

Felix Gerber

Jahreseinkommen Wie viel verdienen die Schweizer Stadtpräsidenten? Dieser Frage ging die «Weltwoche» nach. In ihrer aktuellen Ausgabe kommt sie zum Schluss: Der Solothurner Stadtpräsident Kurt Fluri ist nach den Bundesräten der bestbezahlte Politiker der Schweiz.

Das Blatt spricht von «Abzocker». Fluris Stadtpräsidenten-Lohn betrage 243'311 Franken im Jahr, respektive inklusive Kinderzulagen und Spesen brutto 259'273 Franken, wie diese Zeitung Mitte November berichtet hatte.

Umgerechnet pro Einwohner der jeweiligen Stadt ist Fluri schon allein damit der teuerste Stadtpräsident in der Region. Zum Stadtpräsidenten-Lohn hinzu kommen allerdings noch die Entschädigungen für sein Nationalratsmandat von rund 141'000 Franken, wovon er der Stadt 20'000 Franken abgeben muss, sowie diverse Sitzungsgelder und Honorare der Nebenmandate.

Seine Honorare von rund 77'000 Franken aus Mandaten, die er von Amtes wegen besetzt, gibt Fluri nach eigenen Angaben der Stadt ab. So bleiben ihm insgesamt 378'975 Franken pro Jahr, und das, obwohl die Stadt Solothurn «nur» auf dem 64. Platz der grössten Städte steht.

Am meisten Entschädigung nach Fluri erhalten übrigens die Präsidenten der Städte Rorschach (319'232 Franken), Basel (312'400 Franken) und Bern (304'400 Franken).

Fluri verweist auf enormes Pensum

Wie reagiert Kurt Fluri auf den erneuten Wirbel um seine vielen Tätigkeiten und den daraus resultierenden Spitzenlohn? Der FDP-Mann nimmt es sichtlich gelassen. Er stört sich einzig am Umstand, dass die Gesamtsumme herausgestrichen wird und damit der Eindruck entstehen könnte, es handle sich dabei um den Stadtpräsidentenlohn.

Die «Weltwoche»-Zahlen bestätigt Fluri indes und verweist auf sein enormes Arbeitspensum. Die bescheidene 20'000-Franken-Abgeltung für Sekretariatsdienste seien derzeit in Abklärung. Im Übrigen seien alle seine Bezüge und deren Zuweisungen von Gremien abgesegnet. Wenn man dies ändern wolle, könne man dies jederzeit tun. (jgr/te/mz)