Gegen 23 Uhr, nach dem Abarbeiten der ohnehin schon reduzierten Traktandenliste, orientierte Stadtpräsident Kurt Fluri den Gemeinderat noch in Sachen CIS-Sportcenter. Er bestätigte damit vor allem Aussagen, die er gegenüber dieser Zeitung schon vor zehn Tagen gemacht hatte. Primär gelte es, einen vorzeitigen Heimfall des Baurechts mit einer nicht einschätzbaren Kostenfolge für die Stadt zu vermeiden. «Wir wollen nicht für Schulden der CIS Solothurn AG haften», hielt Fluri klar fest.

So habe er im kürzlich erfolgten Gespräch mit dem CIS-Verwaltungsrat diesen ersucht, bei seiner Bank vorstellig zu werden. Die AG solle ihre Bank von der Schweigepflicht entbinden, damit man eine Übersicht zum CIS-Schuldenberg erhalte. «Wir laufen sonst ein grosses Risiko, wenn wir die Belastung nicht kennen.» Einen Konkurs der CIS hält der Stadtpräsident weiterhin für die beste Option und kritisierte scharf jene Leute, die zuerst wegen des Personals keinen Konkurs gewünscht hätten, jetzt aber einen solchen explizit fordern. «Den können wir aber nicht herbeiführen, sondern nur das Konkursamt.»

Sollte der Konkurs verhängt werden, müsste wohl ein Schiedsgericht über die hängigen Forderungen befinden. Sollte der Konkursfall eintreten, könnte man jedoch über eine interimistisch eingesetzte Geschäftsleitung den Betrieb im Sportcenter selbst aufrechterhalten. «Und das innerhalb von nur ein, zwei Tagen», gab sich der Stadtpräsident überzeugt.

Zudem orientierte Fluri, dass mittlerweile auch die Wirtin des Restaurants den Betrieb aufgegeben habe und die Regio Energie Solothurn trotz mehrfachen Betreibungen die Energieversorgung des CIS-Sportcenters «im Interesse der Hallenbenützer» wohl nicht einstellen werde. Die Stadt selbst habe keine Betreibungen eingeleitet, da sie keine hängigen Forderungen an die AG habe. Die städtischen Mietzinsen fliessen bekanntlich auf ein Sperrkonto. Der Kanton dagegen brauche seinen zurückbehaltenen Mietzins, um die Garderoben zu reinigen. «Doch der Kanton ist zufrieden. Seine Lehrlinge können turnen», meinte Fluri lakonisch.

Im Weiteren bringe ein runder Tisch zum CIS nichts, wenn einzelne Sportvertreter die AG gar nicht dabei haben möchten. «Ohne die CIS AG macht ein runder Tisch keinen Sinn.» Die Planer eines Beach-Styles auf dem Center-Areal dagegen müssten sich nicht an die Stadt, sondern an die Baurechtsnehmerin, also an die CIS AG wenden. Zuletzt erteilte Kurt Fluri eine klare Absage an jene Utopisten, die angesichts der jetzigen Situation Visionen für eine Dreifachturnhalle als CIS-Ersatz hegten. Und erneut betonte Fluri, man nehme die Causa CIS sehr ernst - «mir verbrötle vüu Zyt damit». (ww)