Stadtorchester Solothurn
Stadtorchester spielt Haydn extra für die kleinen Zuhörer

Das Solothurner Stadtorchester will sein Programm nicht nur für Erwachsenen darbieten. Auch Kinder sollen in den Genuss musikalischer Glanzlichter kommen. Am Wochenende gab das Orchester ein Konzert unter dem Titel «Haydn für Kinder».

Gundi Klemm
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Die Bänke des Konzertsaals Solothurn sind gefüllt mit Eltern und ihren Kindern
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Die Kinder haben ihre Teddybären mitgebracht, die sie auch stolz zeigen
Das Solothurner Stadtorchester
Orchesterpräsidentin Marie-Louise Kissling führte durchs Konzert
Gespannt lauschen die Kleinen - und auch die Grossen
Auch die Kleinen kamen zu ihrem Auftritt
Stadtorchester Solothurn spielt für Kinder

Die Bänke des Konzertsaals Solothurn sind gefüllt mit Eltern und ihren Kindern

Isabel Mäder

Es war berührend, wie viele vergnügte Kinder an der Hand von Eltern oder Grosseltern trotz schönstem Wetter am Nachmittagskonzert des Stadtorchesters teilnahmen. Als Moderatorin führte Orchesterpräsidentin Marie-Louise Kissling durch die rund einstündige Aufführung, in der sie aus Leben und Werk von Joseph Haydn (1732-1809) berichtete. Sie knüpfte an vormalige Konzerte an, die Mozart und Vivaldi in den Mittelpunkt gestellt hatten. Als Musikpädagogin hatte sie eine interessante Auswahl getroffen, um diese klassische Musik jüngeren Kindern an altersgerechten Beispielen erlebbar zu machen.

So erzählte sie - bisweilen akustisch etwas schwierig- vom Werdegang des genau vor 280 Jahren als zweites von zwölf Geschwistern im österreichischen Burgenland geborenen Komponisten, der schon 1740 in Wien Sängerknabe wurde und gleichzeitig Unterricht in Violine und Klavier erhielt. Nach einer kurzen Zeit des freien Künstlertums, in der er unterrichtete und schon erfolgreich komponierte, fand er schliesslich 1761 eine Anstellung beim Grafen Esterhazy, der über eine fürstliches Orchester verfügte.

30 Jahre blieb Haydn seiner Aufgabe als Kapellmeister treu und schrieb hier die Mehrzahl seiner 104 Sinfonien. Später unternahm der überall gefeierte Künstler «mit Pferd und Kutsche» sogar Reisen nach England.

Bären mitgebracht

Von der Bühne blickten jede Menge Bären in den Saal. Und auch viele der zuhörenden Kinder hatten ihre weichen Felllieblinge mitgebracht, um sie rhythmisch im Takt zu bewegen und mit ihnen gemeinsam selber kleine Tanzschritte zur Musik zu machen.