Altlasten
«Stadtmist»-Sanierung kostet «nur» 120 Millionen Franken

Die Totalsanierung der «Stadtmist»-Deponien vor den Toren der Stadt Solothurn dürfte mit 120 Millionen Franken deutlich weniger kosten als bislang geschätzt. Das hat die von Stadt und Kanton Solothurn durchgeführte Ausschreibung des Auftrags gezeigt.

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Jetzt ist klar, wie teuer die Sanierung des Stadtmistes kommt. Zuvor waren jahrelange Untersuchungen nötig, wie der Blick ins Bildarchiv (2012) zeigt. Archiv SZ

Jetzt ist klar, wie teuer die Sanierung des Stadtmistes kommt. Zuvor waren jahrelange Untersuchungen nötig, wie der Blick ins Bildarchiv (2012) zeigt. Archiv SZ

Wolfgang Wagmann

Der gewählte Unternehmer schlägt vor, das deponierte Material vor der Entsorgung zu belüften, wie die Solothurner Staatskanzlei am Montag mitteilte. Auf diese Weise trockne das Material an und werde dadurch leichter.

Da sich der Entsorgungspreis auf das Gewicht beziehe, könnten Kosten reduziert werden. Auch habe man günstigere Entsorgungstarife ausgehandelt. Eine Variantenstudie hatte die Kosten für die Totalsanierung der Altlast auf 295 Millionen Franken geschätzt.

Stadtmist Solothurn
6 Bilder
Rund 50 Jahre lag der Ghüder»unter dem Boden, jetzt wird er untersucht.
Die rund drei Meter tiefe Grube fördert Grausiges zutage.
Der Humus über der Deponie wird separat aufgeschüttet.
Hier soll die Wasserstadt-Aareschalufe entstehen.
Fachleute kümmern sich um den Stadtmist.

Stadtmist Solothurn

Wolfgang Wagmann

Beim «Stadtmist» handelt es sich um städtische Deponien für Haushalt- und Gewerbeabfall. Diese waren von 1935 bis 1976 betrieben worden. Die Flächen sind kontaminiert und müssen saniert werden.

Der Regierungsrat erteilte den Zuschlag für die Totalsanierung der Deponien an die Arbeitsgemeinschaft «ARGE Vision Solothurn», hinter der die Eberhard Recycling AG in Kloten ZH steht. Drei weitere Offerten waren teurer ausgefallen.

Stadt und Kanton Solothurn hoffen, dass sich der Bund zu 40 Prozent an den Kosten beteiligen wird. Für sie ist die Totalsanierung der Altlast die richtige Lösung.

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