Zentralbibliothek

Stadt und Kanton schliessen neue Vereinbarung für die «Zenti»

Die Zentralbibliothek wird durch Stadt und Kanton betrieben.

Die Zentralbibliothek wird durch Stadt und Kanton betrieben.

Der Kanton Solothurn teilt sich mit der Stadt und Agglomeration die Führung und die Finanzierung der Zentralbibliothek Solothurn. Nun hat er seinen Anteil für die nächsten Jahre geregelt.

Der Stiftungsrat der Zentralbibliothek setzt sich zusammen aus zwei vom Regierungsrat gewählten Mitgliedern sowie zwei vom städtischen Gemeinderat und weiteren zwei durch die Regionsgemeinden gewählten Mitgliedern, wobei letztere über einen Leistungsvertrag mit der Bibliothek verfügen müssen. Präsidiert wird die Stiftung jeweils durch den Vorsteher des Departementes für Bildung und Kultur. Damit bekleidet Regierungsrat Remo Ankli dieses Amt.

Als zweite Stiftungsrätin des Kantons hat der Regierungsrat neu Elena Balzardi gewählt. «Als Vizedirektorin der Schweizerischen Nationalbibliothek verfügt sie über ausgewiesene Fachkenntnisse im Bibliothekswesen», begründet der Regierungsrat die Wahl. Ansonsten konstituiert sich der Stiftungsrat gemäss Statuten selbst.

Leistungsvereinbarung steht

Die Zentralbibliothek schliesst mit Stadt, Kanton und den Regionsgemeinden Leistungsverträge über mehrere Jahre ab. Die vorliegende Leistungsvereinbarung des Kantons regelt die Beziehungen zwischen ihm und der Zentralbibliothek für die Jahre 2018 bis 2020.

Sie definiert die Ziele und Aufgaben und legt die gegenseitigen Rechte und Pflichten sowie die finanziellen Abgeltungen fest. Die jährlichen Zahlungen des Kantons an die Bibliothek betragen für diesen Zeitraum 2,65 Millionen Franken. Zusätzlich kann die Zentralbibliothek dem Kanton in den Jahren 2018 bis 2020 total 75 Prozent der Kosten für die Speicherbibliothek Büron LU, maximal 150'000 Franken pro Jahr, in Rechnung stellen.

Somit ergeben sich für die Gesamtdauer der Leistungsvereinbarung Kosten in der Höhe von maximal 8,4 Millionen Franken. Diese Kosten gehen zulasten des Globalbudgets des Amtes für Kultur und Sport – vorbehalten bleibt die Genehmigung des Budgets allerdings noch durch den Kantonsrat.

Des weiteren ist im Globalbudget Hochbau 2018 bis 2020 des Kantons für die Gesamtsanierung der Zentralbibliothek in den Jahren 2019 und 2020 ein Projektierungskredit von insgesamt 150'000 Franken vorgesehen, im zweiten Jahr noch 20'000 Franken für erste Massnahmen. (szr)

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