Solothurn
Stadt stellt Restaurants und Bars mehr Raum zur Verfügung – das sorgt aber auch für Kritik

Restaurants und Bars dürfen ab dem 11.Mai öffnen. Um ihnen etwas mehr Spielraum zu verschaffen stellt die Stadt diesen, wo räumlich möglich, mehr öffentlichen Raum zur Verfügung. Der erste Märet soll am 16.Mai stattfinden.

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Bars und Restaurant (im Bild das Salzhaus) können bei der Stadt ein Gesuch für mehr öffentlichen Raum stellen. (Archiv)

Bars und Restaurant (im Bild das Salzhaus) können bei der Stadt ein Gesuch für mehr öffentlichen Raum stellen. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

Restaurants dürfen unter den im Schutzkonzept für das Gastgewerbe geregelten Auflagen ab nächstem Montag wieder öffnen. Da zwischen den Tischen ein Abstand von 2 Metern eingehalten werden muss, reduziert sich die Platzzahl für die Gastrobetriebe im Innenraum und im Freien.

Stephan Marti, Inhaber der «Barock Café & Bar» und der «Gassbar», reichte im Namen der Bars bei der Stadt eine Anfrage ein, mehr öffentlichen Raum für die Aussenwirtschaften am Landhausquai zu erhalten.

Am Donnerstag teilte die Stadt mit, dass dies ab sofort auf Gesuch bei der Stadtpolizei möglich sei. Das Stadtpräsidium habe beschlossen, den Restaurants und Bars mehr öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen.

Dafür müssen Restaurants und Bars einen Tischplan einreichen. Genehmigt wird dieser, wenn folgende Punkte eingehalten werden:

  • Strassenflächen (z.B. Landhausquai) müssen zu jeder Zeit in einer Breite von 4 Metern frei bleiben, damit Feuerwehr- oder Sanitätsfahrzeuge ungehindert passieren können.
  • Ebenso muss für Fussgänger und Veloverkehr ein Durchgang frei gehalten werden.
  • Es dürfen insgesamt nicht mehr Tische im Aussenraum stehen, als bei Normalbetrieb.
  • Wenn Tische vor andere Liegenschaften gestellt werden möchten, müssen die Eigentümer oder Geschäftsbetreiber dieser Liegenschaft damit einverstanden sein.

Die Bewilligung gelte bis zur Lockerung der Schutzmassnahmen oder spätestens bis am 31. Oktober 2020. Die geltenden Regeln bezüglich der Öffnungszeiten sowie die Lärmvorschriften sind laut Stadt ausdrücklich einzuhalten. «Im gesamten zur Verfügung gestellten öffentlichen Raum sind die Betriebe für die Einhaltung der Schutzmassnahmen verantwortlich», wird betont.

«Das ist nicht das, was wir wollten», sagt Stephan Marti dazu. Unter diesen Umständen sei es unmöglich, am Landhausquai mehr Tische aufzustellen. Das wüssten die Stadtbehörden. «Wir sind Beiz an Beiz, da bleibt nicht viel Spielraum.» Er habe den Ball wieder an die Stadt gespielt. Er hofft, dass bis am 18. Mai zumindest erlaubt wird, auch am Vormittag an der Aaremauer entlang aufzutischen.

Die Zeit bis zum 18. Mai nutzen die Bars, die Hygienemassnahmen umzusetzen und den Betrieb passend zu organisieren. Vor allem aber wollen sie die Situation beobachten. Schliesslich werden die Auswirkungen der Lockerungen erst allmählich klar. Öffnen und wieder zurückkrebsen müssen, weil die Ansteckungen steigen, das will keine der Beizen. (gue/egs)

Konzept für Märkte

Die Stadtpolizei sucht gemeinsam mit der IG Markt ein Konzept für die Durchführung des Solothurner Markts. Ziel ist es, am Samstag, 16. Mai, den ersten Markt durchzuführen. «Da noch verschiedene Vorgaben fehlen, reicht die Zeit nicht aus, um bereits den Mittwochsmarkt durchführen zu können», heisst es von seiten Stadtkanzlei. Der Monatsmarkt werde erstmals Anfang Juni durchgeführt.