Stadt Solothurn
Wo liegt der Ball? Sibille Keune (GLP) will erfahren, was mit dem Jugendkonzept passiert ist

Die Solothurner Gemeinderätin will wissen, wo man bei der Umsetzung des 2018 eingereichten Jugendkonzepts liegt. In dieser Angelegenheit gebe es noch viele offene Fragen.

Judith Frei
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Kinder und Jugendliche sollen in einer jugendfreundlichen Stadt aufwachsen.

Kinder und Jugendliche sollen in einer jugendfreundlichen Stadt aufwachsen.

Hanspeter Bärtschi

Bevor Sibille Keune (GLP) letztes Jahr in den Gemeinderat gewählt worden ist, war die 24-Jährige vier Jahre in der Jugendkommission aktiv. Jetzt will sie die Anliegen der jüngeren Generationen im Gemeinderat auf das politische Parkett bringen. Dafür wurde aber schon Vorarbeit geleistet. 2018 hat die Jugendkommission ein Konzept im Gemeinderat eingereicht. Dieser hat das Papier damals zur Kenntnis genommen.

Sibille Keune (GLP).

Sibille Keune (GLP).

zvg

Mittels Interpellation will Keune nun in Erfahrung bringen, was damit geschehen ist. Wo steht man bei der Umsetzung des Konzepts? Dabei geht es ihr nicht um einen inhaltlichen Punkt, der noch nicht umgesetzt worden ist, sondern darum, zu wissen, wo sie mit ihrem Wirken ansetzen kann.

«Ich weiss nicht, bei wem jetzt der Ball ist. Es kann ja auch sein, dass er einfach irgendwo herumliegt», sagt die Politikerin. Sie will verhindern, dass die durch Jugendkommission angeregten Dinge einschlafen.

Sie empfindet zwar die Stadt Solothurn nicht als einen Ort, wo Kinder und Jugendliche keinen Platz haben. Das Alte Spital leiste in diesem Bereich gute Arbeit, doch sei die Jugendfreundlichkeit noch ausbaubar.

Organisatorischer Wandel wirft Fragen der Zuständigkeiten auf

Die Jugendkommission gibt es unterdessen nicht mehr, sie ist in der Kommission für Gesellschaftsfragen aufgegangen. In der Zwischenzeit ist auch die neue Gemeindeordnung in Kraft. Es wurden Ausschüsse gebildet, die sich um verschiedene Anliegen kümmern.

Dadurch ergeben sich – gemäss Keune – offene Fragen in der Zusammenarbeit mit den Kommissionen. Im gleichen Vorstoss will sie auch erfahren, wie die Kommission mit den neu gebildeten Ausschüssen und dem Gemeinderat zusammenarbeitet. Steht sie den politischen Gremien beratend zur Seite? «Ich weiss nicht, was die beste Rolle für die Kommission wäre, aber sie muss geklärt werden», sagt Keune.