Unterbringung
Stadt Solothurn richtet vier neue Asylunterkünfte ein

Noch in diesem Monat will die Stadt Solothurn vier neue Unterkünfte für Asylsuchende einrichten.

Drucken
Teilen
Eine der Asylunterkünfte der Stadt an der Gibelinstrasse.

Eine der Asylunterkünfte der Stadt an der Gibelinstrasse.

Wolfgang Wagmann

105 Asylsuchende wird die Stadt 2016 neu aufnehmen, was die Sozialen Dienste vor Herausforderungen stellt, wie der Sozialreport 2015 ausführt: «Die Bildung von neuen Unterbringungsstrukturen ist dringend erforderlich.»

Tatsächlich sollen noch diesen Monat vier neue Unterkünfte für 29 Personen eingerichtet werden. Demgegenüber schreibt der «Azeiger», es seien drei Unterkünfte für 22 Personen. «Die Situation verändert sich laufend», informiert Alex Nussbaumer, Leiter Sozialhilfe. Überdies wird die Abbruchliegenschaft Gibelin durch den Umbau der dortigen Garage um drei Plätze erweitert.

Diese neuen Kapazitäten von total 32 Plätzen kommen zu den bestehenden 11 Unterkünften mit total 74 Personen hinzu. Für die neuen Unterkünfte suchen die Sozialen Dienste noch nicht mehr verwendetes Mobiliar.

Die Herausforderungen bleiben aber auch mit diesem Ausbau nicht aus. Abhängig von weltpolitischen Entwicklungen bleibe die Lage angespannt. Gleichzeitig scheint unsicher, welche der hiesigen Asylsuchenden vorläufig aufgenommen werden oder den Flüchtlingsstatus erhalten und somit selbst auf Wohnungssuche gehen können.

Womit ein weiteres Problem angesprochen wird: Günstiger Wohnraum ist schwierig zu finden, weshalb man die Betroffenen zur Bildung von Wohngemeinschaften ermutigt. Ausserdem bleibt seitens Kanton noch offen, ob die Stadt ein kantonales Asylzentrum erhalte oder nicht. Zur Diskussion steht das Kapuzinerkloster. Dem Aufnahmesoll würden diese Plätze zur Hälfte abgezogen. (ak)