Strassenbeleuchtung
Stadt Solothurn ist auf dem Weg in die moderne LED-Ära

An der Gemeinderatssitzung vom Dienstag wird unter anderem die städtische Beleuchtung im Vordergrund stehen. In einem Gesamtkonzept wird ein Umstieg auf moderne LED-Lichter gefordert.

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LED-Strassenlampen. (Symbolbild)

LED-Strassenlampen. (Symbolbild)

Stadtanzeiger Baden

Letzten Frühling hatten die Grünen und Jungen Grünen mit Erstunterzeichnerin Daniela Gasche eine Motion eingereicht, worin sie ein Konzept fordern, um Stromverbrauch und Streulicht der Beleuchtung einzugrenzen, sowie Möglichkeiten dimmbarer Leuchten auszuschöpfen oder gar eine Nachtabschaltung in Erwägung zu ziehen. Die Motionäre monieren, dass noch alte Quecksilberdampflampen im Einsatz seien, die viel Strom verbrauchen und störendes Streulicht verursachen.

Mit dem geforderten Gesamtkonzept soll ein Umstieg auf moderne LED erfolgen, die in den letzten Jahren auch gerade auch für Strassenbeleuchtung tauglich geworden sind. Dort sei mit einem um 40 Prozent geringeren Energieverbrauch zu rechnen. Zudem seien LEDs nach acht Jahren bereits amortisiert, sodass ab diesem Zeitpunkt sowohl Geld als auch Energie gespart werden können.

«Motion abschreiben, weil erfüllt»

In seiner Motionsantwort weist das Stadtpräsidium darauf hin, dass man die Beleuchtung sukzessive erneuere und die technischen Entwicklungen im Auge behalte. Das von den Grünen geforderte Grundkonzept sei zwar nicht auf Papier festgehalten, werde aber durch diese Massnahmen auch so umgesetzt. So gesehen empfiehlt der Stadtpräsident Kurt Fluri, die Motion als erheblich und gleichzeitig abgeschrieben zu erklären, weil die Forderungen bereits erfüllt seien.

Was LED angehe, so wolle man die Technologie in den nächsten Jahren vermehrt einsetzen. 20 Prozent der Beleuchtungen seien nicht mehr auf den aktuellen Stand der Technik. In Arbeit seien derzeit Umrüstungen in der Altstadt sowie in den Quartieren. Ebenfalls werden vielerorts die Quecksilberdampflampen, die ab 2015 verboten sind, ausgetauscht.

Allerdings gelte es auch, die laufende Entwicklung der LED-Technologie zu verfolgen. Zudem seien nämlich LEDs noch nicht ganz auf dem Stand der Natriumdampflampen, die in Solothurn ebenfalls eingesetzt werden. Auch sei bei der Umrüstung nicht nur die Lampe selbst zu ersetzen, sondern der gesamte Leuchtkörper.

Kathedrale als Lichtverschmutzer

Was die Streuwirkung und die Problematik der Lichtverschmutzung angeht, verwies Fluri auf Sicherheitsprobleme und auf nötige Anpassungen mit der Verkabelung. Allerdings treffe die Regio Energie diesbezüglich Abklärungen. Den grössten Anteil an der Lichtverschmutzung verursachen laut Fluri im Übrigen Anleuchtungen wie die von der St.-Ursen-Kathedrale. (ak)